Wissenschaft: Das mediterrane Geheimnis

Marlies Gruber, 13.05.2018

Ob der Sonne, der Meeresluft, des Essens oder der Siesta ­wegen: Den Griechen wird ein langes Leben zugesprochen. Und ­es sei ihnen vergönnt. Aber woran liegt’s?

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Den Griechen wird bekanntlich ebenso wie den Japanern eine überaus hohe Lebenserwartung zugeschrieben. Und für Japan bestätigt sich der Top-Wert ganz klar. Platz 1 bei der Weltgesundheitsorganisation, Platz 2 im globalen Ranking der CIA. Und die Griechen? Unter den Top 10 sind sie nicht zu finden. Bei der OECD landen sie mit 84 Jahren für Frauen und 78 Jahren für Männer im Mittelfeld. Selbst Schlaganfall und Herzinfarkt sind an der Ägäis mit in Summe rund 40 Prozent deutlich häufiger für den Tod verantwortlich als in Österreich (26 Prozent). Aber Daten hin oder her, so genau muss man es nicht nehmen, schliesslich ist das Land auch in die Eurozone gerutscht. Ein Korrektiv zeigt sich allerdings: Griechenland hat die zweitniedrigste Suizidrate. Nur in Südafrika ist sie noch geringer. Japan dagegen steht am anderen Ende der Skala. Wenn schon nicht mehr am längsten, so leben die Griechen also zumindest fast am liebsten. Dazu tragen Sonne, Meer, Lifestyle und die mediterrane Kost sicherlich bei. Letztere ist sogar nachweislich mit gesundheitlichen Benefits verbunden, und Italien und Spanien liegen tatsächlich weit vorne bei der Lebenserwartung. Wenden wir uns also dem Essen zu.

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