Wo der beste Pfeffer wächst

Herbert Hacker, 07.05.2019

Timut-Pfeffer aus Nepal, Bergpfeffer aus Tasmanien, Andaliman-Pfeffer aus Sumatra oder in Single Malt Whisky eingelegter Pfeffer aus Indien: Exotische Pfeffersorten aus allen Ecken der Welt.

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Für manche sind es nur Körner. Dunkle Körner, die man mahlen muss und über eine Speise streut. Ein Gewürz eben, ein Scharfmacher, mehr nicht. Andere wiederum geraten beim Wort Pfeffer förmlich in Verzückung, zählen exotische Sorten auf und schwärmen von inte­ressanten und spannenden Aromen, von Grapefruitduft, von bitteren, holzigen Noten oder süsslichen, fruchtigen Akzenten. Da ist dann etwa vom «Weissen Malabar-Urwaldpfeffer» aus Indien, vom «fermentierten Kampotpfeffer» aus Kambodscha, vom «wilden Andaliman-Pfeffer» aus Sumatra oder vom «Timut-Szechuan-Pfeffer» aus Nepal die Rede. «Immer mehr Menschen erkennen, dass Pfeffer aromatisch viel mehr kann, als nur pfeffrig scharf zu sein», sagt Jörn Gutowski, Foodscout des deutschen Online-Delikatessenhändlers Food Explorer. Gutows­ki ist sicher, dass sich inzwischen bei vielen auch ein Bewusstsein dafür entwickelt hat, dass «die Herkunftsregion der Pfeffersorten – ähnlich wie beim Wein – Einfluss auf den Geschmack des Pfeffers hat». Manche Sorten stammen nicht nur aus den entlegensten Gebieten der Welt, sie sind überdies auch noch ausgesprochen rar. Das kann sich auf den Preis auswirken. So ist etwa bei Food Explorer der wilde Andaliman-Pfeffer aus Sumatra mit rund 34 Euro für 100 Gramm der teuerste Pfeffer im Angebot. «Er kann nicht kultiviert werden, sondern wächst ausschliesslich wild», sagt Foodscout Gutowski, «weshalb sich die Ernte sehr aufwendig und zeitintensiv gestaltet. Ausserdem benötigt man acht Kilogramm frische Früchte, um ein Kilogramm Pfeffer zu erhalten, obwohl die ganzen Rispen geerntet und auch zum Würzen benutzt werden.»

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