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Nach exakt 60 Minuten ist die Aufführung vorüber. Die Mitglieder der kleinen Runde, die eine exklusive Verkostung im schmucklosen Caveau der Familie Coche geniessen durften, hängen artig ihre gebrauchten Gläser, Kelch nach oben, an einen offenbar eigens für diesen Zweck geformten Baum aus Schmiedeeisen. Ein Gastronom aus dem Nachbarort Pommard, ein Weinhändler aus Paris, der Würdenträger einer örtlichen Weinbruderschaft, der den Coches seit Langem verbunden ist – und ein Weinjournalist bekamen einen Querschnitt des Jahrgangs 2015 ins Glas, nebst Raphaël Coches Erläuterungen. Doch jetzt ist die Zeit abgelaufen, das signalisieren Raphaël und Jean-François Coche ebenso höflich wie eindeutig. Welch ein Kontrast, diese beiden Männer: Raphaël, schlank und hoch aufgeschossen, mit getrimmtem Bart und Kurzhaarschnitt, Typus jung und hungrig, und sein Vater, fast einen Kopf kleiner, glatt rasiert, mit Basecap auf dem Kopf und Brille auf der Nase, nachgerade mit der Aura eines als Landmann verkleideten, etwas verschrobenen Intellektuellen.
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