Bordeaux: Streit um Sicherheitsvorkehrungen in Weinkellern

Ulrich Sautter, 22.05.2024

Mehreren Weingütern in der Region Graves/Pessac-Léognan wurde auferlegt, Schutzmaßnahmen gegen die in den Kellern schwelende Erstickungsgefahr durch CO2 einzurichten. Nun wird protestiert, die Kosten seien zu hoch.

Werbung

In Bordeaux ist ein Streit um Sicherheitsvorkehrungen in Weinkellern ausgebrochen. Die Behörde für Arbeitsschutz hat mehrere Weingüter im Gebiet Graves/Pessac-Léognan nach Kontrollen aufgefordert, Systeme zum Absaugen der in der Gärung entstehenden Kohlensäure (CO2) zu installieren. Einige der betroffenen Weingüter haben sich an die Präfektur gewandt und dort gegen die ihrer Meinung nach schikanösen Auflagen protestiert. Die Kosten für Apparaturen, die CO2 direkt an der Quelle beseitigen, lägen bei mehreren hundert Euro pro Gebinde, zitiert Bordeaux’ Tageszeitung Sud Ouest Jacques Lurton (La Louvière, de Rochemorin, Couhins Lurton und andere). Ein Politiker, der selbst Winzer ist, Grégoire de Fournas vom rechtsgerichteten Rassemblement National, springt Lurton mit der Aussage bei, einfaches Lüften reiche auch aus, um die Gefahr zu beseitigen.

Weiterlesen

Werbung