Aus den Weinbergen des Weinguts Dr. Wehrheim kam der im Falstaff-Test höchst-bewertete Spätburgunder des Jahrgangs 2021.

Granatrote Delikatesse: Die Spätburgunder Trophy 2024

Ulrich Sautter, 26.02.2024

Deutschlands Spätburgunder erfahren derzeit starke internationale Nachfrage – kein Wunder angesichts der Preisentwicklung für Burgunder aus Burgund. Aber es ist beileibe nicht nur der Preis, der die Weine so attraktiv macht: Deutscher Pinot wird immer feiner und stilvoller.

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Der Spätburgunder wird immer mehr zum Lieblingskind der deutschen Winzer. Selbst in den Riesling-Hochburgen Mosel und Rheingau gewinnt er an Bedeutung und lässt mit Top-Qualitäten aufhorchen, wie auch die diesjährige Spätburgunder-Trophy belegt. Zu Beginn standen 183 Weine zur Ver­kostung, zuletzt haben wir zwei getrennte Finalläufe blind verkostet: einmal die in der Vorverkostung höchstbewerteten Weine des Jahrgangs 2021, einmal die­jenigen aller anderen Jahrgänge. Dabei konnten die besten 2021er-Kelterungen durchaus mithalten mit Spitzenjahren wie 2019, 2020 oder 2016. Dabei ist der Jahrgangstyp 2021 naturgemäß etwas schlanker und frischer, die Gerbstoffmengen sind nicht so hoch wie beispielsweise im Jahrgang 2020. Der Sommer 2021 war ja eher kühl und nass – beim Rotwein sind die Mengen besonders klein, weil skruplulöse Selektion erforderlich war. Was am Ende in die Flasche kam, hat jedoch das Zeug dazu, während einer mittellangen Flaschenreife zu großer Eleganz heranzureifen. Dass man dennoch auch in diesem Jahr nicht auf Dichte verzichten muss, zeigt exemplarisch der Siegerwein, der Siebeldinger Im Sonnenschein aus dem Weingut Dr. Wehrheim, der zudem ein treues Abbild des Südpfälzer Muschelkalk-Terroirs darstellt.

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