Andreas Salcher über ein gutes Leben

Redaktion, 11.01.2024

Ein Essay von Bestsellerautor und Bildungsexperte Andreas Salcher über die drei Wege zum guten Leben.

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»Die wirkliche Quelle unseres Glücks liegt darin, mit Freude das zu tun, was langfristig gut für uns und die Gesellschaft ist.« Um die fundamentale Wahrheit in ­dieser Erkenntnis von Aristoteles zu erkennen, ist es gut, zu wissen, dass dieser kein weltfremder Philosoph war, sondern dem Menschen durchaus das genussvolle ­Ausleben seiner Begierden zugestand, aber immer mit Maß und ohne sich davon abhängig zu machen. Übersetzt in unsere heutige Zeit könnte man sagen, ­einmal im Monat Schnitzel mit Pommes ist kein Problem, ständig Schnitzel schon. Drei Wochen jeden Tag zwei Stunden laufen zu gehen und dafür den Rest des Jahres gar nicht, ist deutlich schlechter, als jede Woche zweimal langsam zu traben. Aristoteles war zutiefst davon überzeugt, dass die Tugend der Selbstbeherrschung keinen Verzicht bedeutet, sondern im Gegenteil die Voraussetzung für ein erfülltes Leben wäre. Und er erhob nie den moralischen Zeigefinger. Vielmehr machte er überzeugend klar, dass es für das eigene Glück entscheidend ist, die Antwort auf eine Frage zu finden:

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