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Kaum ein Stoff hat ein so zwiespältiges Image wie Cholesterin: Mal gilt der polyzyklische Alkohol als Übeltäter, dann wieder als lebenswichtiger Stoff. Die Wahrheit liegt dazwischen. Denn der fettartige Stoff stabilisiert die Zellmembran und ist eine essenzielle Vorstufe von Gallensäuren, Hormonen und Vitamin D. Um über das Blut von A nach B zu gelangen, benötigt Cholesterin allerdings sogenannte Lipoproteine; hier hat die bekannte Unterscheidung in »Gut« und »Schlecht« ihren Ursprung. »Das ›gute Cholesterin‹ – das Lipoprotein hoher Dichte (HDL-C) – transportiert überschüssiges Cholesterin zur Leber, während Lipoprotein niedriger Dichte (LDL-C), das ›schlechte Cholesterin‹, den Fettstoff in die Zellen bringt«, erklärt Biochemiker Michael Wäger. LDL-C gilt als Hauptursache für Arterienverkalkungen, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.
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