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© Nefeli Have

Bar Vitrine in Kopenhagen: Wenn minimalistisches Design auf sinnliche Küche trifft

Interior Design
Dänemark
Restaurant

Mitten in Kopenhagen ist ein Ort entstanden, der Design, Kulinarik und Gemeinschaft auf unvergleichliche Weise verbindet. Bar Vitrine, ein Gemeinschaftsprojekt von FRAMA, Gastronom Riccardo Marcon und der Noma-Alumna Dhriti Arora, steht für eine neue Art von Gastlichkeit.

Auf der Ecke von Møntergade und Vognmagergade, im Herzen Kopenhagens, hat FRAMA mit Bar Vitrine ein Refugium geschaffen, das sich zwischen Architektur, Handwerk und Genuss bewegt. Das 16 Sitzplätze umfassende Weinlokal ist mehr als eine Bar – es ist eine Bühne für Begegnungen, für das Zusammenspiel von Form, Geschmack und Atmosphäre.
Die Idee entstand aus einer kreativen Partnerschaft zwischen FRAMA-Gründer Niels Strøyer Christophersen, Riccardo Marcon und Dhriti Arora. Drei Persönlichkeiten, drei Disziplinen – verbunden durch die gemeinsame Vision eines Ortes, der das einfache Zusammensein zelebriert. »Bar Vitrine ist wie ein Abend in der Küche eines Freundes – spontan, ehrlich und unprätentiös«, beschreibt Christophersen das Konzept.

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Die Innenausstattung

Das Interieur folgt der FRAMA-Philosophie: schlichte Materialien, klare Linien und eine unaufgeregte, aber präzise Inszenierung. Birkenholz, Stahlrahmen und Glasflächen schaffen eine Atmosphäre, die zugleich roh und einladend wirkt. Die großen Fenster öffnen den Raum zur Straße hin – Bar und Stadt gehen ineinander über, Passanten werden zu Betrachtern, Gäste zu Teilnehmenden eines offenen Erlebnisses.

Im Zentrum steht ein großer gemeinschaftlicher Tisch, gefertigt aus hellem Holz – ein Symbol für Austausch und Gemeinsamkeit. Die Möbel und Accessoires stammen, wie zu erwarten, aus dem FRAMA-Portfolio: jedes Stück reduziert auf das Wesentliche, jedes Detail funktional und schön zugleich. Der Charakter des Gebäudes – dänischer Brutalismus der Nachkriegszeit – bleibt spürbar und wird mit warmen Oberflächen kontrastiert. So entsteht eine Balance zwischen Alt und Neu, zwischen Strenge und Geborgenheit.

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Kulinarik als kulturelles Bindeglied

Die Küche trägt die Handschrift von Dhriti Arora, die bereits im legendären Noma ihre Kunst verfeinert hat. Ihre Gerichte sind geprägt von subtiler Aromatik, inspiriert von indischen Wurzeln und nordischer Klarheit. »Einfache Gesten mit großer Wirkung« beschreibt Arora ihr Konzept – Gerichte, die ehrlich und sinnlich zugleich sind, perfekt abgestimmt auf das intime Format des Lokals.

Das Menü ist à la carte und wandelt sich regelmäßig – Gäste können spontan auf ein Glas Wein und ein kleines Gericht vorbeischauen oder gemeinsam ein mehrgängiges Menü genießen. Diese Flexibilität spiegelt das Wesen des Ortes wider: Bar Vitrine ist kein Restaurant, das Aufmerksamkeit fordert, sondern eines, das sie verdient.

Das Getränkekonzept steht dem kulinarischen Anspruch in nichts nach. Sommelier Juliana Carrique und Gastgeber Riccardo Marcon setzen auf Naturweine, native Rebsorten und terroirgeprägte Tropfen. Die Weinkarte liest sich wie ein Bekenntnis zu Herkunft, Boden und handwerklicher Integrität. Hausgemachte Softdrinks und kleine Spirituosenauswahlen ergänzen das Angebot – stets mit dem Ziel, Ursprünglichkeit statt Überfluss zu zelebrieren.

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Ein neues Kapitel für FRAMA

Mit Bar Vitrine geht FRAMA einen Schritt weiter – von der Gestaltung von Räumen hin zur Gestaltung von Erlebnissen. Das Projekt zeigt, wie Design als Sprache des Alltäglichen verstanden werden kann: Möbel, Architektur, Licht, Geruch und Geschmack verschmelzen zu einem Gesamterlebnis. In einer Welt, die oft nach Aufmerksamkeit schreit, ist Bar Vitrine das Gegenteil: ein Ort, der flüstert. Der leise, aber nachhaltig wirkt – und beweist, dass wahre Schönheit dort entsteht, wo Handwerk, Menschlichkeit und Haltung aufeinandertreffen.

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Redaktion
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