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Neue High-Jewelry-Kollektionen: Schmuck zwischen Mythos und Handwerk

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High Jewelry wird 2026 zum erzählerischen Medium. Neue Kollektionen verbinden Symbolik, Handwerk und starke Motive zu Juwelen mit eigener Handschrift.

Van Cleef & Arpels: »Fascinating Egypt«

 

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Van Cleef & Arpels taucht mit »Fascinating Egypt« in eine Bildwelt ein, die tief in der Geschichte des Hauses verankert ist. Schon in den 1920er-Jahren beschäftigte sich die Maison mit ägyptischer Symbolik, Art-déco-Geometrien und der farbintensiven Ästhetik des Nils. Die neue Kollektion übersetzt diese Motive in eine zeitgenössische Sprache. Lotusblüten, Skarabäen, Hieroglyphen, Lapislazuli, Türkis, Rubine und Diamanten verbinden sich zu Schmuckstücken, die wie Erzählungen am Körper wirken. Auch in Wien ist die Maison derzeit präsent: Im MAK zeigt »GLANZSTÜCKE« Haute Joaillerie von Van Cleef & Arpels im Dialog mit der eigenen Sammlung.

Mehr über die Ausstellung und das Gespräch mit Alexandrine Maviel-Sonet gibt es hier. Van Cleef & Arpels macht Ägypten nicht zur Kulisse, sondern zu einem kulturellen Resonanzraum für Handwerk und Mythos.

Schullin Wien: Schmuck aus dem Wiener Atelier

Schullin Wien steht für eine Schmuckauffassung, die Entwurf, Edelsteinwissen und Handwerk eng zusammendenkt. Die Stücke entstehen im Wiener Atelier und wirken oft wie kleine architektonische Objekte. Geometrie, starke Farbsteine und eine klare Formensprache prägen den Charakter des Hauses. Zwischen Kohlmarkt, Looshaus und handgefertigten Unikaten zeigt sich, dass Schmuck 2026 nicht nur von den großen Pariser und Genfer Häusern erzählt wird, sondern auch von Ateliers, die ihre eigene Sprache über Jahrzehnte entwickelt haben.

Bulgari: »Eclettica«

 

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Eine andere Energie bringt Bulgari in die Haute Joaillerie. »Eclettica« führt die expressive Handschrift des Hauses weiter und verbindet römische Opulenz mit intensiver Farbigkeit. Cabochon-Schliffe, Farbsteine, Schlangenmotive und antike Münzen treffen auf technische Präzision und eine bewusst bildstarke Formensprache. »Eclettica« zeigt, wie stark Schmuck in 2026 über Bildkraft, Materialspannung und kulturelle Referenzen funktioniert.

Tiffany & Co.: »Blue Book 2026: Hidden Garden«

 

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Ein imaginärer Garten bildet den Ausgangspunkt für »Blue Book 2026: Hidden Garden« von Tiffany & Co.. Die Kollektion knüpft an die Flora- und Fauna-Motive von Jean Schlumberger an und übersetzt sie in eine aktuelle High-Jewelry-Sprache. Natur erscheint hier nicht nostalgisch, sondern als kunstvoll gearbeitetes Motiv aus Diamanten und farbigen Edelsteinen. Tiffany setzt damit auf eine Form von Luxus, die weniger streng und stärker poetisch wirkt. »Hidden Garden« zeigt, wie Naturthemen in der Schmuckwelt neu erzählt werden können, wenn sie mit starken Steinen und plastischen Formen verbunden werden.

Cartier: »En Équilibre«

 

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Deutlich grafischer wirkt der Ansatz von Cartier. »En Équilibre« arbeitet mit präzisen Linien, starken Steinachsen und Kompositionen, die am Körper in Bewegung geraten. Diamanten, Onyx, Smaragde, Saphire und farbige Steine treffen auf Formen, die nie rein ornamental bleiben. Charakteristisch ist die Verbindung von Konstruktion und Sinnlichkeit. Cartier zeigt Schmuck als kontrollierte Architektur im kleinen Maßstab, bei der Volumen, Farbe und Zwischenräume zusammenspielen.Das Ergebnis wirkt klar komponiert und zugleich lebendig.

Schmuck mit größerer Erzählung

Was die Kollektionen 2026 verbindet, ist ihr Anspruch, Schmuck nicht nur als Luxusobjekt zu verstehen. High Jewelry wird zum Medium für Erinnerungen, Herkunft, Naturbilder und kulturelle Codes. Dadurch entstehen Juwelen, die nicht nur glänzen, sondern eine eigene Welt öffnen.

Sebastian Krebitz
Sebastian Krebitz
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