Sauber vernetzt: Die smarte Waschküche
Einst verbrachte man Stunden in der Waschküche. Heute ist nicht nur die Optik der Geräte ansprechender, dank smarter Features nehmen sie uns 2026 mehr (Denk-)Arbeit denn je ab, optimieren Zeit, reduzieren Kosten und minimieren Risiken.
Das Smarthome hat sich 2026 gewaschen: Herstellermarken wie LG, Miele, Hisense, Bosch und Siemens bieten allesamt intelligente Geräte – die Liste reicht von smarten Waschmaschinen und Trocknern bis hin zu Textilpflege- oder Garment-Care-Systemen, die mittels Dampf und Luft störende Gerüche reduzieren und Falten in der Kleidung verringern. »In der Waschküche erfolgt die Anwendung smarter Geräte besonders alltagsnah – sie kombinieren Komfort, Effizienz und bessere Steuerungsfähigkeit«, betont Nastassja Hofmann, Bitkom-Expertin für Retail & PropTech.
Waschgang in die Zukunft
Bestimmte Funktionen haben sich dabei als Standard etabliert. In smarten Waschmaschinen etwa ist die automatische Waschmitteldosierung heute gang und gäbe. Systeme wie »TwinDos®« von Miele schleusen im Alleingang zum richtigen Zeitpunkt die richtige Menge in die Maschine – und verbessern so nicht nur die Reinigung, sondern reduzieren, laut Hersteller, zugleich den Pulververbrauch um ein Drittel. Wesentlich ist zudem die Reduktion von Energie- und Wasserverbrauch. Smarte Geräte können problemlos Beladung, Gewebeart, Verschmutzungsgrad und Wasserhärte erkennen, erklärt Michael Hinterwirth-Haider, Smarthome-Experte und Head of Sales DA bei Samsung Austria: »Ich lege die Wäsche in die Maschine, diese analysiert den Inhalt und stellt darauf basierend Temperatur und Waschgang ein.« KI-Systeme – darunter Samsung »AI Wash+« oder »AI Direct Drive« von LG – optimieren diesen Vorgang beständig. Waschmaschine und Trockner arbeiten außerdem im Tandem: Die Daten aus dem Waschgang werden via Smart-Pairing zur Auswahl des richtigen Trockenprogramms genutzt. Smarthome-Apps erleichtern den Waschalltag zudem mit Fernstart, Restlaufzeitanzeige und Hinweisen zu Programmende, Wartung und Fehlerdiagnose.
Auf dem Trockenen. Mieles »TQ 1000 WP Nova Edition« setzt auf App-Steuerung, smarte Diagnosefunktionen und eine intelligent abgestimmte Trocknung.
miele.at
Von KI und Energie
Auch die Künstliche Intelligenz spielt in der Waschküche eine immer zentralere Rolle. »KI hilft dabei, Abläufe zu automatisieren, Ressourcen effizienter zu nutzen und den Alltag individueller zu gestalten«, weiß Mag. Monika Eder, Geschäftsführerin Miele Österreich, und ergänzt: »Ein Beispiel ist ›AI Diagnostics‹ in der Miele-App: Die Anwendung ermittelt im Fall eines Gerätefehlers die wahrscheinlichste Ursache und gibt eine erste Hilfe zur Selbsthilfe. Das spart wertvolle Zeit.« Als autonom lernendes System kennt die KI zudem unsere Gewohnheiten – etwa typische Trainingstage – und stimmt den Geräteeinsatz darauf ab. Besonders relevant ist KI aber im Energiemanagement. »Gerade in der Waschküche ist Energieeffizienz wichtig. Daher ist die Optimierung nach börsennotierten Strompreisen aktuell ein Thema«, so Michael Hinterwirth-Haider. Smarte Geräte wählen hierbei mithilfe von KI-Systemen wie dem Samsung »AI Energy Mode« die günstigste Tageszeit. Aber auch App-Ökosysteme wie »ThinQ« und »Home Connect« ermöglichen die Verbrauchsüberwachung.
Überhaupt wird die Waschküche in ihrer räumlichen Gesamtheit intelligenter – etwa mittels smarter Steckdosen, Leckagesensoren am Boden wie dem Eve »Water Guard«, smarter Ventile, die undichte Stellen erkennen und die Wasserzufuhr sperren, oder vernetzter Sanitär- und Wassertechnik, wie sie auch Anbieter wie Geberit mit digital gesteuerten Hygienespülungen, Anlagenkonfiguration und Wartungslösungen vorantreiben. Voraussetzung dafür, dass all diese Rädchen ineinandergreifen, sind übergreifende Systeme, die alle Lösungen vernetzen können. »Technische Standards wie Matter sorgen mittlerweile dafür, dass smarte Anwendungen trotz verschiedener Anbieter kompatibel sind«, erzählt Nastassja Hofmann. Zukünftig sollen auch die letzten Hürden der Kompatibilität und Interoperabilität gelöst werden – damit alles sauber zusammenspielen kann.
Saubere Kombi. Das »LG SKS-Duo« ist per Smart Pairing vernetzt: Der Trockner wählt dabei auf Basis der Daten aus dem Waschgang das passende Programm.
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