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Smarte Technologien im Bauen und Wohnen

Technologie
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Bauwirtschaft
Branchen-Insider

Digitale Lösungen sind hilfreich in der Hausverwaltung, in der Gebäudesteuerung sowie bei sozial gerechten Buchungs- und Zutrittssystemen. Viele dieser Lösungen werden in Österreich entwickelt und sind im großvolumigen Wohnbau schon längst im Einsatz.

Den Schlüssel beim Hausbesorger abholen. Nachschauen, ob der Gemeinschaftsraum gerade eh nicht besetzt ist. Sich mit dem Kugelschreiber in der ausgedruckten Excel-Liste für die Waschküche eintragen. Analoge Logistik- und Organisationsparcours wie diese liegen noch keine 20 Jahre in der Vergangenheit und waren einst selbstverständlicher Bestandteil gemeinschaftlichen Wohnens. »Doch diese Zeiten sind vorbei«, sagt Brigitte Feutl, Vorständin der gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Heimbau/Eisenhof. »Gerade bei großen Wohnhausanlagen zählen digitale Buchungssysteme heute schon zum Standard – und ermöglichen, dass alle Bewohner:innen unabhängig von Sprache und sozialer Vernetzung die gleichen Chancen haben.«

Wohnbau Podhagskygasse

Bei dieser Wohnhausanlage mit 233 Wohnungen konnten die Grundrisse über einen Online-Konfigurator mitgestaltet werden.

heimbau.at, wup-architektur.com

© tschinkersten fotografie

Die 2024 fertiggestellte Wohnhausanlage in der Podhagskygasse in Wien-Donaustadt, geplant vom Wiener Büro wup architektur, umfasst 233 geförderte Wohnungen und 16 Gemeinschaftsräume. Jede:r Bewohner:in hat einen Chip bekommen, der den klassischen Schlüssel ersetzt. Buchbar sind Slots zwischen 30 Minuten und sechs Stunden. Weiterer Vorteil: »Mit dem digitalen Buchungssystem von Immodat und HOB können wir leicht evaluieren, welche Gemeinschaftseinrichtungen gut angenommen werden und welche eher weniger beliebt sind«, so Feutl. »Und im Fall von Vandalismus und Beschädigungen ist leicht nachvollziehbar, wer dafür zuständig ist.«

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet digitaler Technologien, berichtet Feutl, ist die sogenannte Predictive Maintenance bei Aufzügen, die seit Anfang 2025 in allen Objekten der Heimbau/Eisenhof Standard ist. »Es ist eine kleine Box, die am Lift montiert wird und die in Echtzeit Daten an den Liftbetreiber sowie an eine externe Consulting-Firma übermittelt. Mithilfe bisheriger Daten zu Peak-Hours, Gewichtsbelastungen und Störungs- und Ausfallmeldungen können wir ganz genau ermitteln, in welchen Intervallen eine Wartung der Liftanlagen sinnvoll ist.« Seit Februar liegen die ersten Evaluierungen am Tisch. Die Learnings daraus sollen in Zukunft in neue Wartungsverträge einfließen.

STRABAG-Musterwohnung

Kabellose Steuerung von Licht, Heizung und Alarmanlage? In dieser Musterwohnung, ausgestattet mit App-Solutions von KNX und Loxone, können sich künftige Bewohner:innen ein Bild davon machen.

strabag.com, gartenheim.at, sarch.at

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Ilse-Wallentin-Haus

Der Holzbau an der BOKU University in Wien wurde mit smarten Sensoren ausgestattet, die in der Bauphase und im Betrieb wertvolle Daten liefern.

architektur.swap-zt.com, delta.at, delta-group.at, storaenso.com, klh.at

Foto beigestellt

Frieden Informatik

Schlüssellose Schlüsselmomente: In rund 30 Objekten in ganz Wien ist das Zutritts- und Buchungssystem »Portego« von Frieden Informatik
im Einsatz.

portego.frieden.at

© Portego

Auch in der Raumsteuerung spielen smarte Lösungen eine große Rolle. In Zusammen­arbeit mit Sandbichler Architekten und dem Bauträger Gartenheim errichtete die STRABAG in Wien-Donaustadt eine Wohnhausanlage mit 37 Wohnungen – mit nur zwei Zentimeter dicken Fertigteil-Innenwänden und kabellosen Lichtschaltern. Das KI-System von KNX und Loxone lässt sich mittels Magnet in jeder gewünschten Position an die Wand klicken, zudem kann das Licht wahlweise via App angesteuert werden. Die Smart-Home-Musterwohnung, in der sich die künftigen Bewohner:innen von der neuen Technologie selbst ein Bild machen können, umfasst darüber hinaus auch Erweiterungsmodule für Audio, Alarmanlage, Zutrittskontrolle, Präsenzerkennung und vollautomatischen Sonnenschutz.

Und sogar in der Planungs- und Bauphase sind digitale Smart-Lösungen nicht mehr wegzudenken. Das Ilse-Wallentin-Haus an der BOKU University in Wien beispielsweise, ein Holz-Fertigteilbau mit Bibliothek, Instituten und Vortragssälen, wurde mit den Softwares EVA und IVAN geplant. Erfreulich, dass die Holzbauer von KLH und Stora Enso das Konstruktionsmodell übernommen und weiter ausgebaut haben: Die fertigen Holzbauteile wurden mit Sensoren ausge­stattet, die während Transport und Bauphase wertvolle Informationen zu Standort, Temperatur und Feuchtigkeitswert über­mittelt haben. In weiterer Folge werden die Daten nun für das Facility-Management herangezogen. Damit ist Smartness endgültig in der Gegenwart angekommen.

BUWOG Schlüsselmanagement

Schon seit 2022 hat der Wiener Bauträger BUWOG ein digitales Schlüsselmanagement von Essecca im Einsatz.

buwog.at, essecca.at

© BUWOG

Smarte Tools im immobiliengeschäft

Immodat und HOB

Der größte private Hausverwalter Österreichs, die Sozialbau AG, entwickelt mit ihren Tochterfirmen Immodat und HOB wichtige Software- und Hardware-Lösungen zur Buchung von Gemeinschaftsräumen sowie zur digitalen Hausverwaltung im gemeinnützigen Wohnbau. Alle
Programme werden in Wien entwickelt und auf Wunsch individuell adaptiert.

immodat.net, hob.at

Foto beigestellt

Frieden Informatik

Auch der gemeinnützige Bauträger Frieden bietet mit seinem Tochterunternehmen Frieden Informatik im Bereich Kommunikation und Anfragen-Management digitale Service-Dienstleistungen an. Die Software ist in rund 30 Objekten im Einsatz – unter anderem bei den Türmen »The Marks« sowie im kürzlich fertiggestellten Prater-Wohnturm »Grünblick« (Value One).

frieden-informatik.at, portego.frieden.at

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Rhomberg Standortanalyse

Mithilfe von KI werden Katasterpläne, Flächenwidmungspläne, Bebauungsbestimmungen und Ortsbildrichtlinien mit aktuellen Streetview- und Satelliten-aufnahmen sowie mit digitalen Verkaufs- und Verpachtungsanzeigen abgeglichen. Bei der Vorarlberger Rhomberg-Gruppe
ist dieses KI-Tool schon seit einigen Jahren im Einsatz.

rhomberg.com

Metaroom by Amrax

Mit dem 3D-Raumscanner »Metaroom« von Synthetic Dimension aus Salzburg können Wohnungen mittels GPS- und Laserdistanz-Daten ausgemessen und ausgewertet werden. Die Punktwolke-Daten bilden die Basis für Wohnungsgrundrisse und Zustandsberichte, die u. a. bei Wohnungsübergaben und Rückstellungen eingesetzt werden.

amrax.ai

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Loxone

Der führende heimische Anbieter für intelligente Gebäudeautomatisierung bietet unterschiedliche, miteinander vernetzte Komponenten wie etwa Beleuchtung, Beschattung, Raumklima und Sicherheit und funktioniert kabellos mittels Programmierung und intelligentem Lernen. In Wien wurde eine smarte Musterwohnung eingerichtet

loxone.com

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wohnio

Viele Wohnhausanlagen aus den 1960er- und 1970er-Jahren sind mit veralteten Heizungsanlagen ausgestattet, die im
Betrieb ineffizient und unwirtschaftlich sind. Mithilfe der digitalen Software von wohnio können bestehende Heizungszentralen mit dezentralen Ventilen nachgerüstet und mit KI-Monitoring optimiert werden. Einsparungspotenzial bis zu 30 Prozent.

wohnio.com

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Wojciech Czaja
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