Smarte Haushaltshilfen: Küche mit Köpfchen
In der smarten Küche geht es 2026 ans Eingemachte: Die Gerätegenerationen der Gegenwart sind ideal vernetzt, energieeffizienter denn je und kennen – dank KI – unsere Vorlieben und Gewohnheiten. Ein Blick in die intelligente Küche zeigt: Da brodelt was.
Die Küche von morgen existiert schon heute: Einem persönlichen Butler gleich erstellt sie Einkaufslisten und Rezeptvorschläge, brät und kocht unsere Gerichte bis zur Perfektion, öffnet Schränke und aktiviert Lichtleisten. Zahlreiche intelligente Funktionen, die die smarte Küche 2026 mit an den Tisch bringt, sorgen bereits in der Gegenwart für eine effizientere Haushaltsführung.
Wenn die Küche kommuniziert
Aktuell zeigt sich die smarte Küche vernetzter denn je. Standards wie Matter erleichtern die herstellerübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Geräte, die so zentral gesteuert werden können. Dabei gesellen sich nicht nur Kühlschrank und Ofen, sondern auch Dampfschublade, Abzugshaube, Weinschrank, Geschirrspüler, Wasserhahn, Beleuchtung und sogar Schranktüren in das intelligente Netz. »Wir arbeiten schon heute an solchen vernetzten Systemen«, bestätigt Mag. Monika Eder, Geschäftsführerin Miele Österreich. »Ein Beispiel ist das Miele ›M Sense Kochgeschirr‹, das mit dem Kochfeld kommuniziert, sodass nichts mehr anbrennt oder überkocht. Die vernetzte Dunstabzugshaube passt daraufhin ihre Leistung an.« Ähnliche Systeme bietet etwa Gaggenau, dessen Home Connect alle Geräte der Marke intelligent vernetzt. App-Anbindungen ermöglichen zudem den Fernzugriff, zum Beispiel zur Kälteregulierung des Weinklimaschranks.
Essenzielle Zutaten der intelligenten Küche sind 2026 KI-unterstützte Sprachsteuerung, Sensorik, Kameras und Screens. Smarte Schränke etwa öffnen sich bereits bei Annäherung und aktivieren ihre Innenbeleuchtung; besonders während des Einräumens eine hilfreiche Funktion. Kameras und Screens in Kühlschränken, Backöfen oder Weinschränken fungieren als zentraler Steuerhub. Zugleich liefern sie Daten zu Energieverbrauch, aber auch Rezepte oder Wochenpläne, weiß Michael Hinterwirth-Haider, Head of Sales DA Austria Samsung: »Kühlschränke der Samsung ›Bespoke Serie‹ zum Beispiel können erkennen, welche Einkäufe ich einräume, wie lange diese haltbar sind und weisen mithilfe der App auf Ablaufdaten hin.« Ähnlich verhält es sich mit Ofenkameras, wie der »Cook AI« von Bosch, die Gerichte selbstständig erkennen, das passende Programm einstellen und den Kochvorgang überwachen. In Töpfen oder Pfannen wiederum, etwa von Siemens, wird Temperatursensorik integriert, die im Austausch mit der smarten Herdplatte die Hitze optimiert.
Vernetztes Gesamtsystem Küche. Siemens etwa verknüpft mit Home Connect die Abläufe zwischen Backofen, Kochfeld und Dunstabzug.
© Siemens HomeDer Kühlschrank als Zentrum
Eine wichtige Rolle nimmt zudem der Kühlschrank ein, der Einkauf, Rezepterstellung und Verbrauch mithilfe von Kameras und App-Ökosystem verwaltet. Samsung hat hierfür den »AI Food Manager«, LG das System »ThinQ Food« entwickelt. »Mithilfe der KI kann ich meinen Alltag analysieren und steuern«, erläutert Michael Hinterwirth-Haider von Samsung. »Habe ich eine Familie oder bin ich alleine? Bin ich auf Diät? Habe ich Allergien? Das System erstellt anhand dieser Informationen einen Ernährungsplan für die Woche. Zu den vorhandenen Lebensmitteln gibt mir die App dann Einkaufsempfehlungen und passende Rezepte.« Neben der organisatorischen Entlastung mindern die smarten Kühlschränke auch Food Waste.
Als zentrales Thema gilt wie immer im Smarthome der Energieverbrauch – Herd, Backofen und Kühlgeräte zählen schließlich zu den stromintensivsten Geräten im Haushalt. Dank smarter Technologie arbeiten sie nun effizienter. Die bereits erwähnten Ofenkameras beispielsweise verhindern nicht nur, dass die Lieblingsspeise zu lange schmort, sie machen auch das Öffnen der Ofentür überflüssig. Auch Kühlgeräte werden dank KI intelligenter, indem sie Türöffnungen anhand der Nutzung antizipieren und die Kühlung entsprechend anpassen.
Smartes Helferlein
In diesen Alltagsentlastungen liegt der große Mehrwert der smarten Küche 2026. Zwar deckt sie (noch) nicht eigenständig Tische oder erledigt unsere Einkäufe – allerdings bringt sie uns einen großen Schritt näher in Richtung eines selbst organisierten Haushalts.