© Lukas Thüringer

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Microdose Vienna: »WienTourismus« presst Wien für neue Kampagne in Pillenform

Lipizzaner-Schweiß, Staubpartikel von Klimts »Emilie Flöge« oder Stahlpartikel des Riesenrads – so lauten einige der Inhaltsstoffe jener Pillen, die die Destinationsmarketingorganisation in den USA und Großbritannien unter die Leute bringt.

von Alexander Schöpf
05. April 2024

»Microdosing« – derzeit vor allem im angloamerikanischen Raum stark im Trend – beschreibt den Einsatz pharmakologischer Wirkstoffe in minimaler Dosierung zur Steigerung von Kreativität, Konzentration und Glücksgefühlen.

Handverlesene Wien-Momente in Tablettenform

»WienTourismus« greift dieses Konzept für seine jüngste Kampagne »Microdose Vienna« auf: Als legale Alternative zum Konsum echter Drogen hat die Destinationsmarketingorganisation der Bundeshauptstadt zusammen mit der Wiener »Saint Charles Apotheke« sechs handverlesene Wien-Momente in sechs verschiedene Tabletten gepresst.

Hauptbestandteile sind der Schweiß eines Lipizzaner-Hengstes aus der »Spanischen Hofreitschule«, Schallwellen aus einem Konzert der »Wiener Symphoniker«, Staubpartikel von Gustav Klimts „Emilie Flöge“, Weinstein aus dem Gemischten Satz vom »Heurigen Mayer am Pfarrplatz«, Stahlpartikel des Wiener Riesenrades sowie der Spirit aus Sigmund Freuds kürzlich entdecktem privaten Safe. Die Kampagne fordert das Publikum über Social Media und auch per Video auf: »Take a Trip to Vienna«.

Die sechs Wien-Pillen © MXR
Die sechs Wien-Pillen © MXR

»Mit ›Microdose Vienna‹ ermöglichen wir schon vor einer Wien-Reise konkrete Auseinandersetzung mit Wiens Opulenz und Schönheit – in kleiner Dosis, denn Wiens reiches Kulturerbe kann überwältigen. Die Wien-Momente in Pillenform präsentieren die Stadt als pulsierendes Zentrum für Kunst und Kultur, dessen Besuch den Horizont und das Bewusstsein erweitert, aber auch Suchtpotenzial birgt. Denn unsere Analyse zeigt: Rund die Hälfte aller Wien-Gäste sind Wiederbesucher:innen oder Stammgäste. Wer auf den Geschmack gekommen ist, den lässt Wien nicht wieder los«, so erklärt »WienTourismus«-Direktor Norbert Kettner das Konzept der Kampagne.

Amerikaner und Briten im Fokus

Seine exklusive Tabletten-Kollektion hat der »WienTourismus« – verpackt wie ein Pharmazieprodukt – an ausgewählte Medienvertreter:innen und Content Creators in den USA und Großbritannien verschickt. Außerdem stellt er »Microdose Vienna« im April auf einem Presse-Event in New York vor. Obwohl die Pillen-Sets nicht käuflich sind, besteht in den USA wie in Großbritannien auch für das Publikum die Möglichkeit, jeweils zehn Sets über ein Gewinnspiel auf der Landingpage der Kampagne zu erhalten.

»Die USA sind Wiens aufkommensstärkster Fernmarkt, die US-Amerikaner:innen stehen als Zielgruppe der aktuellen Kampagne klar im Fokus. Die Kaufkraft und Krisenresistenz dieses Marktes hat sich bereits im vergangenen Jahr erneut bewährt, weshalb der ›WienTourismus‹ auch heuer einen Marketing-Schwerpunkt auf die Vereinigten Staaten legt«, so Kettner.

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