Christian Mayerhofer © Andreas Rigger

Christian Mayerhofer © Andreas Rigger

»Die ›FAFGA meets Future‹ unterstützt den Diskurs zur Zukunft der touristischen Betriebe mit neuen Impulsen und Denkmodellen«

Christian Mayerhofer, Geschäftsführer der »Congress Messe Innsbruck«, verrät im Interview mit PROFI, wie sich veränderte Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der heimischen Hotellerie- und Gastronomiebetriebe auf die diesjährige FAFGA ausgewirkt haben und wie Corona das Messegeschäft verändert hat.

von Alexander Schöpf
09. September 2024

PROFI: Das Motto der FAFGA lautet heuer »FAFGA meets Future«. Warum hat man sich für dieses Thema entschieden und was sind die großen Zukunftsthemen?

Christian Mayerhofer: Ausgangspunkt für die Entwicklung von der »FAFGA alpine superior« hin zur »FAFGA meets Future« sind veränderte Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der heimischen Hotellerie- und Gastronomiebetriebe. Sich wandelnde Gästestrukturen, Möglichkeiten von KI (Künstliche Intelligenz), neue Vermarktungskonzepte, Ernährungsweisen und Nachhaltigkeit stellen dabei einige der Fragen und Themen der Zukunft dar. Mit ihrem Angebot unterstützt die »FAFGA meets Future« den Diskurs zur Zukunft der touristischen Betriebe mit neuen Impulsen und Denkmodellen.

Ein wichtiger Programmpunkt der diesjährigen FAFGA ist das »FAFGA Future Feast«. Was dürfen sich die Besucher:innen dort erwarten und an wen richtet es sich überhaupt konkret?

Der Zukunftsschwerpunkt der FAFGA wird insbesondere im Bereich des »FAFGA Future Feast« abgebildet. Auf die Showstage in der Halle A vor einer großen LED-Wall treten nationale und internationale Vorausdenker, Pioniere und Gastro-Stars. In Keynotes, Panel-Talks und Workshops liefern die Trendsetter innovative Ansätze für touristische Betriebe zu topaktuellen Themen wie Influencer-Marketing sowie Kinder- und Familienmarketing, Creator-Industrie und E-Recruiting, moderne Hospitality-Konzepte und innenarchitektonische Wohlfühlwelten für Hotellerie und Gastronomie, No&Low und pflanzenbasierter Genuss.

Auf welche Programmpunkte und Speaker:innen freuen Sie sich persönlich ganz speziell?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die FAFGA 2024 als Leitmesse für Gastronomie, Hotel und Design in Tirol als maßgebliche Plattform für Investitionen, Networking und Dialog die Branchenteilnehmer der Tiroler Gastronomie und Hotellerie versammelt. Ausgehend vom umfassenden Produkt- und Leistungsangebot der rund 250 Aussteller mit der parallel stattfindenden WEDL-Messe bietet die Fachmesse einen einzigartig-progressiven Anlaufpunkt für alle Hoteliers, Gastronomen, Küchenchefs, Serviceleiterinnen, Barprofis und Marketingexperten der Branche. Zu den Speaker-Highlights zählen unter anderem App-Gründer Valentin Schütz, »Gault & Millau«-Sommelière 2024 Helena Jordan oder »Gault & Millau«-Newcomer 2024 Peter Fankhauser.

Apropos Future: Was sind die großen Zukunftsherausforderungen für Messen und Messeveranstalter und wie hat sich dieses Business durch die Zäsur Coronapandemie geändert?

Die seit 2022 wieder erfolgreich stattgefundenen Messeformate haben der Branche den klaren Auftrag gegeben, Messen in Präsenz durchzuführen. Die Herausforderung für die Veranstaltungsbranche im Allgemeinen war es, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zurückzugewinnen und Messen in einer Weise durchzuführen, die für alle Beteiligten sinnvoll ist. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich das Format der Messe immer wieder neuen, herausfordernden Situationen stellen müssen und sich entsprechend den Marktbedingungen angepasst. Dies erfordert eine kontinuierliche Schärfung der Konzepte, die Entwicklung passender Rahmenprogramme sowie die Anwendung des bewährten Erfolgsrezepts der Messe. Um auch zukünftige Herausforderungen, wie globale Materialknappheit, Lieferengpässe oder Personalverfügbarkeit erfolgreich bewältigen zu können, ist es wichtig, dass die Messewirtschaft weiterhin vorausschauend und flexibel agiert. Nur so kann sich die Branche weiterentwickeln und sich den Bedürfnissen der Besucher und Aussteller stellen.

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