Hubert Siller, Sabrina Nagl, Andrea Schlömicher, Andreas Keinprecht, Mathias Schattleitner, Barbara Abel, Carolin Lang und Georg Knaus © Harald Steiner
»Next Level«: Schladming-Dachstein präsentiert 7 Strategien für eine nachhaltige Tourismusentwicklung
Rund 300 touristische Stakeholder der Region kamen zum »Tourismusdialog« in den »Congress Schladming«, um den Vorträgen renommierter Experten zu lauschen.
von Alexander Schöpf
14. Oktober 2024
Die steirische Tourismusregion Schladming-Dachstein zählt mit 3,9 Millionen Nächtigungen pro Jahr zu den fünf größten Destinationen Österreichs. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, richten die Tourismusverantwortlichen ihren Blick nach vorne und nehmen bereits die nächste Stufe nach oben ins Visier. Im Rahmen der neunten Ausgabe des »Tourismusdialogs« im »Congress Schladming« präsentierte der »Tourismusverband Schladming-Dachstein« (TVB) rund 300 interessierten Gästen seine Strategien für die Zukunft.
7 Themenfelder und Leitsätze
Mit dem Experten Hubert Siller, Fachhochschulprofessor, langjähriger Leiter des »MCI Tourismus« in Innsbruck und Vizepräsident des Think-Tanks »FMI Future Mountain International«, hat der Verband in den letzten Monaten intensiv an der touristischen Weiterentwicklung der Region Schladming-Dachstein gearbeitet. Passend zum Titel »Next Level« wurden in einem breiten Dialogprozess insgesamt sieben Themenfelder und Leitsätze definiert:
- Qualitätstourismus
- Ganzjahresdestionation
- Markenstärke
- Top-Events
- Kulinarik & Genuss
- (G)Lokal denken = Global und lokal denken
- Verantwortungsvolle Tourismusentwicklung
»Das Strategiepapier beinhaltet die wichtigsten Grundsätze, an denen wir uns künftig in unseren touristischen Aktivitäten orientieren wollen«, erklärte TVB-Vorsitzender Andreas Keinprecht. »Dazu zählen unter anderem das klare Bekenntnis zu einem regional geprägten, wertschöpfungsstarken und gewachsenen Qualitätstourismus, das Selbstverständnis der Region als Ganzjahresdestination mit Angeboten für alle vier Jahreszeiten sowie die weitere Stärkung der Marke Schladming-Dachstein, die sich sich durch eine klare Identität und einen hohen Bekanntheitsgrad auszeichnet.«
Globales und lokales Denken verbinden
Eine wichtige Säule für eine erfolgreiche touristische Zukunft der Region sei die Verbindung von globalem und lokalem Denken. »Sowohl nationale als auch internationale Kernmärkte sollen zur Belebung der regionalen Wirtschaftskreisläufe beitragen. Unsere wichtigsten Märkte heute und in Zukunft sehen wir in Österreich, Deutschland und den Ländern Mittel- und Osteuropas. Zudem wollen wir die Marke Schladming-Dachstein, die sich bereits durch eine klare Identität und einen hohen Bekanntheitsgrad auszeichnet, weiter stärken«, erläuterte »TVB Schladming-Dachstein«-Geschäftsführer Mathias Schattleitner.
Darüber hinaus setzt Schladming-Dachstein weiterhin verstärkt auf die Ausrichtung von Top-Events in den Bereichen Sport und Unterhaltung sowie auf die Themen Kulinarik und Genuss. Die steirische Region will auch in Zukunft regionale Initiativen fördern. Damit wolle man seiner Verantwortung für die Menschen in der Region, für die Natur als Lebensgrundlage und für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsraum gerecht werden.
Große Herausforderungen im Destinationsmanagement
Experte Hubert Siller ging in seinem Vortrag auf die großen Herausforderungen im Destinationsmanagement ein: »Eine erfolgreiche Zukunft wird geprägt sein vom Kampf um die Begehrlichkeit der Gäste, einer möglichst hohen Akzeptanz des Tourismus bei den Einheimischen sowie einem klaren Grundverständnis über die wichtigsten Zukunftsfragen. Der ›Next Level‹-Prozess der Region Schladming-Dachstein, den ich in den letzten Monaten begleiten durfte, ist ein sehr guter Weg, diese Aufgaben gemeinsam zu bewältigen.«
Die touristischen Erfolgsrezepte der Zukunft beleuchtete auch Sabine Hübner. Sie ist seit über 20 Jahren Unternehmerin, international gefragte Vordenkerin und Referentin sowie Service-Performance-Beraterin der Top-Player in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie betonte: »Jede Begegnung – ob digital oder analog – schreibt am Ende immer eine Geschichte. Und jede Geschichte, jedes Erlebnis des Gastes zahlt auf den Markenwert ein und macht einen echten Unterschied im Wettbewerb. Wichtige, oft individuell zu beantwortende Fragen lauten in diesem Zusammenhang: Was braucht es in einer digitalen Welt, um Gäste zu begeistern? Und wo bevorzugen Gäste persönliche Begegnungen?«
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