8 neue Zugverbindungen, die 2026 Europa besser vernetzen
Über Nacht von Paris nach Berlin, ohne Umstieg bis nach Rom, mit Kinderkino von Prag nach Kopenhagen: Europas Bahnnetz bekommt 2026 ein Upgrade und macht Reisen mit dem Zug effizienter.
Fliegen mag schneller sein, Autofahren individueller. Doch das Bahnfahren wird oft unterschätzt. Europas Schienennetz wächst 2026 enger zusammen, Nachtzüge feiern ihr Comeback, Hochgeschwindigkeitsstrecken verkürzen Distanzen. Ein Überblick über die spannendsten neuen Zugverbindungen, die 2026 starten werden.
1. Berlin – Paris
Es ist eine der romantischsten Reiseideen Europas und 2026 wird sie wieder Realität: abends in Berlin einsteigen, morgens in Paris aufwachen. Nachdem die »ÖBB« ihre Nachtzugverbindungen eingestellt haben, übernimmt das private Bahnunternehmen »European Sleeper« die Strecke zwischen den Metropolen. Geplant ist der Start am 26. März 2026 mit drei Fahrten pro Woche. Die Abfahrten starten montags, mittwochs und freitags ab Berlin Hauptbahnhof sowie Ostbahnhof. Die Rückfahrten erfolgen voraussichtlich dienstags, donnerstags und sonntags abends am Gare du Nord in Paris.
2. Paris – München
Auch tagsüber zieht die Bahn nach. Ende 2026 soll eine neue, beschleunigte Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Paris und München starten, betrieben von »SNCF« und der »Deutschen Bahn«. Die Strecke existiert bereits, doch künftig sollen Züge häufiger fahren und weniger Zeit benötigen. Allerdings muss man sich noch gedulden: Angaben zu konkreten Fahrplänen oder Preisen gibt es bislang nicht.
3. Prag – Kopenhagen
Eine der charmantesten Neuerungen kommt aus Mitteleuropa. Ab 1. Mai 2026 verbindet ein neuer Direktzug Prag und Kopenhagen – ganzjährig, ohne Umstieg und über Berlin. Die Fahrzeit beträgt rund elf Stunden von Endpunkt zu Endpunkt. Zum Einsatz kommen moderne ComfortJet-Züge mit Bordrestaurant, WLAN, Fahrradplätzen – und einem Detail, das Eltern freuen dürfte: einem Kinderkino.
4. London – Stirling
Auch Großbritannien baut sein Netz aus. Die Bahngesellschaft »Lumo« plant ab Mitte 2026 eine neue Direktverbindung von London Euston nach Stirling, nördlich von Edinburgh. Eine Stadt, die oft übersehen wird und das völlig zu Unrecht. Stirling beeindruckt mit einer Burg auf vulkanischem Felsen und dem National Wallace Monument. Die neue Verbindung macht sie nun leichter erreichbar und rückt eine Region ins Blickfeld.
5. München – Mailand & München – Rom
Ab Ende 2026 soll man ohne Umstieg von München nach Mailand oder sogar bis nach Rom reisen können. Möglich macht das eine Kooperation der Anbieter »Deutsche Bahn«, »Trenitalia« und »ÖBB«. Eingesetzt werden italienische Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszüge. Die geplanten Fahrzeiten betragen etwa sechseinhalb Stunden nach Mailand, achteinhalb nach Rom. Über Innsbruck geht es über den Brenner, vorbei an Bozen, Verona, Bologna und Florenz. Eine Reise, die nicht nur effizient, sondern auch landschaftlich gesehen ein Geschenk ist.
6. Amsterdam/Brüssel – Mailand
Ein weiteres Highlight für Nachtzug-Fans: Ab Juni 2026 soll eine neue Verbindung von Amsterdam und Brüssel direkt nach Mailand starten. Die Route führt unter anderem über Bern und Stresa am Lago Maggiore und endet nicht am Stadtrand, sondern mitten in der Stadt. Der Start ist für den 18. Juni 2026 geplant, der Ticketverkauf soll Anfang des Jahres beginnen.
7. Deutschland – Schweiz
Auch der Alpenraum rückt näher. Neue Direktverbindungen führen 2026 von Städten wie Berlin, Hamburg, Köln oder Dortmund ohne Umstieg ins schweizerische Brig. Für viele ist die Stadt das Tor zu Wandergebieten und Wintersportorten im Wallis.
8. Zürich – Wien
Eine weitere neue Nachtzugverbindung stärkt ab 2026 den Bahnverkehr im Alpenraum. Ein direkter Nachtzug verbindet künftig Zürich und Wien. Die Strecke ist auf komfortable Abfahrten am Abend und Ankünfte am Morgen ausgelegt und bietet Reisenden eine unkomplizierte Möglichkeit, schlafend zwischen der Schweiz und Österreich zu pendeln. Besonders für Winterreisen und kurze Citytrips stellt die Verbindung eine entspannte Alternative zum Flug dar.