Wer bei Yasuhiko Mitsuya Sushi essen will, muss schnell sein – binnen Minuten ist er für das ganze Jahr ausgebucht.

Alles, was Sie über Sushi wissen müssen

Philipp Elsbrock, 18.06.2021

Fisch, Seafood und Essigreis – das sind die Hauptzutaten des wohl teuersten Fast Foods der Welt. Doch so simpel es aussieht, so komplex ist das Handwerk. Über die hohen Ansprüche eines japanischen Kulturguts.

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Es gibt in der Gourmet-Welt wenig Möglichkeiten, sein Geld so schnell loszuwerden wie in einer Sushi-Bar. Für eine halbe Stunde an der Theke einer der besten Sushi-Bars Tokyos zahlt man leicht 300 Euro und mehr, Getränke nicht inbegriffen. Und doch warten Gourmets jahrelang, um einen der wenigen Plätze in der Bar von Yasuhiko Mitsuya zu bekommen. Die Reservierung beginnt am Neujahrstag um 10 Uhr – kurz darauf sind alle Plätze vergeben, und zwar fürs ganze Jahr. Ähnlich sieht es im Sukiyabashi Jiro aus, ebenfalls in Tokyo. Es mag helfen, wenn man US-Präsident ist: Barack Obama ergatterte mit dem damaligen Premierminister Japans, Shinzo Abe, eine Audienz – für den normalen Gast sind die Wege an die Theke deutlich schwieriger. Man muss schon einen guten Concierge oder gar eine Agentur beauftragen. Auf normalem Wege sind die Plätze aufgrund des immensen Andrangs praktisch nicht mehr reservierbar – was übrigens der Grund dafür ist, dass die beiden Top-Restaurants im Jahr 2019 ihre drei Michelin-Sterne verloren.

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