Im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte hat sich die Weinwelt Italiens radikal verändert. Noch nie war italienischer Wein so gut wie heute.

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Qualitätssprünge erreicht man nicht von heute auf morgen, schon gar nicht im Weinbau. In Italien wurden viele Weingärten erst in den 60er- und 70er-Jahren angelegt. Quantität war Trumpf: breite Fahrgassen, weite Abstände und Unterlagen, die hohe Erträge brachten. Die neuen Weinberge wurden wesentlich dichter bepflanzt. Neue Sorten kamen hinzu, die ihre Eignung für den Qualitätsweinbau in Frankreich unter Beweis gestellt hatten: Cabernet, Merlot und Chardonnay. Ursprünglich als »Dopingpartner« für die lokalen Sorten gedacht – vor allem in der Toskana für Sangiovese –, übernahmen Cabernet und Co. schon bald die führende Rolle bei neuen Weinen. Weine auf der Basis von Cabernet und Merlot trugen Ende des 20. Jahrhunderts wesentlich dazu bei, dass Italien auf internationaler Ebene als Spitzenweinland bekannt wurde.

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