Kobe Beef: Das Fleisch ist stark von Fettadern durchzogen, die ihm auch ­seinen intensiven Geschmack verleihen.

Der Kobe-Kult

Anna Deekeling, 08.07.2019

In Japan ist Kobe Beef eine traditionelle Delikatesse. Längst ist das fettdurchzogene Fleisch weltberühmt. Aber was hat es mit all den Mythen, die sich um das Kobe Beef ranken, wirklich auf sich?

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Kobe Beef – ein Name, der Steak-Liebhabern auf der ganzen Welt ein Begriff ist, nicht zuletzt wegen der horrenden Preise. In einem Restaurant in Kobe werden für rund 130 Gramm (eine in Europa eher kleine Menge) der unteren A-Klasse gerne mal umgerechnet 110 bis 120 Euro verlangt, je nach Fleischqualität kann es auch mehr sein. Dafür bekommt man aber einiges geboten: Vorspeisen und Reis oder Brot sind im Preis inbegriffen, und das Fleisch wird vor den Augen des Gasts auf Stahlplatten (Teppanyaki) zubereitet. Wen es interessiert, der kann sich im Restaurant auch die Zertifizierung des Fleisches und den Stammbaum des Rinds zeigen lassen. Der Begriff Kobe Beef darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es überhaupt kein Kobe-Rind gibt: Das sagenumwobene Fleisch stammt zwar von einer ganz bestimmten Rasse, die heißt aber Tajima-Rind. Tajima ist eine äußerst streng gezüchtete Unterart des Wagyu-Rinds, das aus dem Bergland in Hyogo rund um Kobe stammt.

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