Das einstige Rotweinland Südtirol entwickelt sich zu einem Anbaugebiet für finessenreiche Weißweine. Gewürztraminer und Sauvignon geben den Ton an. Bei den Rotweinen dominieren Cabernet, Merlot und die autochthone Sorte Lagrein.

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Südtirol ist mit einer einmalig schönen Landschaft gesegnet. Dazu kommt ein Klima, das ein Stück Mittelmeer in das Herz der Alpen verpflanzt. In den bevorzugten Lagen in der Talsohle herrscht mediterranes Klima, bei dem selbst Palmen im Freien überwintern können. Im Sommer sind im Etsch­tal, wo sich der Südtiroler Weinbau in der Hauptsache abspielt, Temperaturen über 30 Grad an der Tagesordnung. Ab der zweiten Augusthälfte kühlt es in den Abend- und Nachtstunden aber deutlich ab. Der hohe Temperatur­unterschied ist für die Trauben ein wahrer Segen. Die kühlen Nachttemperaturen bewirken, dass die Säure erhalten bleibt und die Aromen aus­geprägter werden. Zu diesem günstigen Klima kommen die verschiedenen Höhenlagen. In Südtirol findet Weinbau auf Höhen von 250 bis 1000 Metern statt. Das bietet gerade für Weißweine ungeahnte Möglichkeiten – eine Klaviatur, auf der die Südtiroler Winzer immer souveräner zu spielen vermögen.

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