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Andreas Tscheppe mag Insekten. Besonders der Hirschkäfer hat es ihm angetan. »Ein wunderschönes Tier, das die meiste Zeit unter der Erde verbringt«, schwärmt er. »Hirschkäfer erblicken für nur wenige Wochen das Licht der Welt, gerade lange genug, um sich fortzupflanzen.« »Die Ruhe unter der Erde, die ein Hirschkäfer braucht, die muss doch auch einem Wein guttun«, sagt Tscheppe, dem bewusst ist, dass solch ein Satz bei den meisten Menschen nur ungläubiges Staunen hervorruft. Andreas Tscheppe ist nämlich kein entrückter Tierfreund, sondern Weinmacher, allerdings einer der etwas ungewöhnlichen Art. Allein schon die Etiketten seiner verschiedenen Weine sind bemerkenswert: Jede Flasche ziert ein Kleingetier, meist sind es Krabbelwesen. Der Wein mit dem Hirschkäfer ist am erstaunlichsten. Das Fass, in dem er reift, vergräbt Tscheppe nämlich tatsächlich in der Erde. Dort bleibt es einige Monate.
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