Werbung
Der Jahrgang 2021 brachte die deutschen Winzer – und nicht nur sie – fast zur Verzweiflung: Der falsche Mehltau führte fast überall in Europa dazu, dass viele Betriebe zehnmal oder sogar noch öfter Pflanzenschutz ausbringen mussten. Glücklich hingegen waren die Betriebe, die pilzwiderstandsfähige Reben in ihren Weinbergen stehen haben: Sie mussten kaum öfter als in einem normalen Jahr spritzen: zwei oder drei Mal. Gehört den PiWis also die Zukunft im Weinbau? Wenn man in die Geschichte zurückblickt, dann wurden die ersten so genannten Hybriden – also Kreuzungen aus europäischen Weinreben mit von Natur aus resistenten amerikanischen Wildreben – schon bald erprobt, nachdem der Mehltau nach Europa eingeschleppt worden war. Diese aus dem 19. Jahrhundert stammenden Züchtungen konnten sich jedoch nie etablieren, da ihre Weine den unangenehmen »Foxton«, also einen Geruch nach Fuchs, aufweisen. Lange Zeit schien daher der Weg zum pestizidfrei produzierten Wein verbaut.
Werbung