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Bereits zu Lebzeiten war man sich über Arnulf Rainers Bedeutung einig. Unumstritten galt er als Malgenie von Weltrang. Der gebürtige Badener, der im Dezember 2025 kurz nach seinem 96. Geburtstag verstarb, verkörpert wie kaum ein anderer den künstlerischen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg. Und er fühlte diese Stunde null in radikaler Konsequenz. Rainer suchte rastlos nach neuen Ausdrucksformen, wagte Experimente, wo andere noch zögerten, und ging immer einen Schritt weiter. Künstlerische und intellektuelle Verweigerung waren für ihn kein Selbstzweck. Er hinterfragte nicht nur geltende Normen, er löschte sie aus.
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