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Müssten die Kärntner Kühe all die Orden und Medaillen, mit denen ihre kulinarischen Erzeugnisse bereits bedacht wurden, um den Hals tragen, die Viecher könnten sich kaum rühren. Dabei machen sie durchaus Meter. Zumindest den Sommer über verbringen die Tiere weitgehend unter freiem Himmel. 86 Almen werden in Kärnten heute bewirtschaftet. »Unsere Kühe gehen im Sommer zur Erholung auf die Alm«, scherzt Wolfgang Kavalar. Als oberster Vermarkter bei Kärntnermilch weiß Kavalar durchaus, was er daran hat, dass ihm seine Bauern in der schönen Jahreszeit merkbar weniger Milch liefern als das restliche Jahr über. Seine Molkerei hat dann zwar weniger zu vermarkten. Viele Bauern haben ihr Vieh nicht nur auf der Alm. Sie verkäsen dessen Milch dann auch selbst und setzen dabei auf Direktvermarktung. Doch Kavalar sieht in der Almwirtschaft einen »ganz wichtigen Bestandteil, um die Kärntner Käsekultur nach außen zu tragen«. Soll heißen: In einem Tourismusland wie Kärnten gibt es keine glaubwürdigeren Markenbotschafter für Kärntner Milchprodukte als inmitten urtümlicher Kulturlandschaft weidende Rinder.
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