Normalerweise kocht Dreihaubenkoch Max Stiegl in seinem »Gut Purbach«.

Max Stiegl kocht die Krise

Tobias Müller, 16.04.2020

Der Spitzenkoch zeigt uns, wie er sich mit seiner Familie durch die Krise kocht – mit ganz köstlichen, traditionell-altmodischen Rezepten aus dem Vorratsschrank.

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Was macht ein Spitzenkoch, wenn er nicht für Gäste in seinem Restaurant kochen kann? Er kocht zu Hause. »Meine Familie mag es zwar normalerweise nicht, wenn ich in der Küche herumwerke, aber irgendwas muss man ja tun«, sagt Max Stiegl, mit drei Hauben ausgezeichneter Chefkoch des »Gut Purbach«. Momentan aber können zumindest die Kinder Luis (8), Moritz (5) und Felix (2) der aktuellen Lage durchaus etwas abgewinnen. Der kleine Garten im Stiegl’schen Haus in Purbach sieht derzeit mitunter aus wie ein Koch-Feriencamp: In einer Ecke lodert ein fröhliches Feuer, an dem Moritz grillen üben darf, in einer anderen ist ein kleiner Garten- zum Küchentisch umfunktioniert, an dem Luis in prächtiger Lederschürze Fleisch in Form schnipselt. Der Jüngste schaut währenddessen gemeinsam mit dem Papa, ob die drei Haushühner schon wieder ein Ei gelegt haben. »Es ist eine blöde Zeit, aber wir versuchen, das Beste draus zu machen und sie möglichst gut zu meistern«, sagt Stiegl. »Und da gehört gemeinsames Kochen und Essen unbedingt dazu. Es soll ein Miteinander sein, sowohl beim Entstehen als auch beim Verspeisen. Dann kann auch so eine Krise dazu führen, dass wir uns nicht nur auf die Nerven gehen, sondern als Familie noch mehr zusammenwachsen.«

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