Das Bierbrauen ist eine alte Handwerkskunst.

Oberösterreich: Wandern auf den Spuren des Hopfens

Conrad Seidl, 24.08.2016

Land des Hopfens: Bier hat im Mühlviertel eine lange Tradition. Eine Wanderung durch die Geschichte des Brauhandwerks.

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Die älteste Wurzel der Bierbrauerei reicht in graue Vorzeit zurück – die ersten Brauer waren Bauern. Wahrscheinlich war das auch im Mühlviertel so, die Brauerei Hofstetten befindet sich auf einem Bauernhof – und ist die älteste Österreichs. Auch wenn sie soeben mit neuester Sudhaustechnik ausgerüstet wurde, experimentiert Brauereichef Peter Krammer gelegentlich mit glühend heißen Granitsteinen, die er im Brauprozess einsetzt, um den Geschmack aus eben jener Vorzeit in seine Biere zu bringen. Tatsächlich ist das Mühlviertel dahingehend einzigartig, weil hier auf engstem Raum die vier historischen Wurzeln der Bierbrauerei zu finden sind. Wer gut zu Fuß ist, kann auch von Braustätte zu Braustätte wandern: Das bäuerliche Brauwesen ist nicht nur mit dem 1229 gegründeten Bauern- und Brauerhof von Hofstetten in St. Martin präsent, sondern auch mit dem Eder-Bräu, das Margit Ehrensperger auf ihrem Hopfenbauernhof eingerichtet hat. Hopfenanbau hat hier eine lange Tradition, das Mühlviertler »grüne Gold« findet sich in vielen Bieren. Vom Eder-Bräu ist es eine kurze Wanderung zum Schloss Weinberg hoch über Kefermarkt, das schon lange nichts mehr mit Wein zu tun hat, aber ein guter Repräsentant der zweiten historischen Entwicklungsschiene des Bierbrauens ist: Adelige brauten auf ihren Burgen und Schlössern – und auf Weinberg wurde diese Tradition 1989 wiederbelebt.

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