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Die Ursache liegt in der Bedrohung des benötigten Pilzstamms, der für die Produktion dieses beliebten Weichkäses unerlässlich ist. Laut einem Bericht im Magazin »Le Journal« des französischen Forschungszentrums CNRS ist der derzeit verwendete Pilzstamm, Penicillium camemberti, in seiner Fortpflanzungsfähigkeit stark eingeschränkt. Ein entscheidendes Problem liegt darin, dass dieser Pilzstamm nicht geschlechtlich vermehrt wird, wodurch kein neues Erbgut hinzukommt. Im Laufe der Zeit hat dies dazu geführt, dass der Pilz seine Fähigkeit verloren hat, die für die Reproduktion notwendigen Sporen zu produzieren. Für die Hersteller wird es zunehmend schwierig, ausreichende Mengen dieses Pilzstamms zu beschaffen, was die Zukunft der Camembert-Produktion bedroht. Trotz dieser Entwicklung beruhigt die Biologin Tatiana Giraud von der Université Paris-Saclay, dass die Camembert-Industrie in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht unmittelbar gefährdet sei. Sie warnt jedoch vor den langfristigen Risiken, die mit der Vereinheitlichung von Arten einhergehen. Die Vernachlässigung der Vielfalt in der Mikrobiologie könnte langfristig schwerwiegende Konsequenzen haben.
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