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G’selchter Attersee-Aal, Traunsee-Krebse und Erdäpfelkas – es wird wenige Foodies in Österreich geben, die bei diesen gerade einmal drei Speisen nicht sofort an Lukas Nagl und das »Bootshaus« denken. Das allein zeigt, welch klare Hand schrift das Haus am See in nur wenigen Jahren entwickelt hat. Dass man dabei die regionalen Wurzeln pflegt, macht aus dem Traunkirchner Restaurant einen würdigen Oberösterreich-Sieger. Auch wenn die Verwertung der Fische des Salzkammerguts sicher den USP darstellt, steht das Rutzenmooser Lamm ebenso auf der Karte wie Wild, das unter anderen Nagls Onkel erlegen. »Hat man erst einmal ein Reh aus der Decke geschlagen, versteht man Nachhaltigkeit von selbst«, beschreibt der Küchenchef diese ultralokale Linie. Ein wichtiger Punkt in schwierigen Zeiten für die Gastronomie sei ebenfalls erwähnt: Das Bootshaus gibt im Rahmen der Lehrlingsausbildung das Wissen um rare Fisch-Teile ebenso weiter wie jenes, wie komplettes Hochwild zerlegt wird. Denn mit »Filet-Mentalität« soll auch die nächste Kochgeneration nichts am Hut haben!
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