Restaurantkritik: Wie merkwürdig ist das »merk&würdig« wirklich?

Herbert Hacker, Hannah Speyer, 25.07.2025

Ein neues Lokal im »Stuwervierterl« mit dem sonderbaren Namen »merk&würdig« will in vielerlei Hinsicht unkonventionell und lässig erscheinen. Atmosphärisch gelingt das ganz gut, was die Küche betrifft, ist aber noch Luft nach oben.

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Das neue Projekt von Gastronom Roland Soyka (er betreibt unter anderem ganz in der Nähe das »Stuwer Beisl«, wo er klassische Wiener Küche und Neuinterpretationen von Langos servieren lässt) will vieles zugleich sein: Aperobar, Bistro und legeres Fine Dining. An einer eher unscheinbaren Ecke der Ausstellungsstraße hat das Lokal kürzlich eröffnet und befindet sich aktuell noch im Soft-Opening. Und das lässt sich nicht verbergen: Die Eingangstür hängt noch etwas wackelig in den Angeln weshalb gerade ein Handwerker lautstark Montagearbeiten verrichtet. Und dann sind da noch die tatsächlich etwas merkwürdigen Toiletten: gut versteckt hinter massiven Kühlraumtüren mit industriellem Charme – eigenwillig, ja, aber durchaus sympathisch. So wie das ganze Lokal: Speisekarten und Weinkühler hängen an Ketten von der Decke, sichtbare Lüftungsrohre durchziehen den Raum, eine knallgelbe Wand dient als Getränkekarte. Merkwürdig? Durchaus. Aber gerade deshalb auch irgendwie charmant.

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