Sherry lässt sich grob in sieben Qualitäten unterteilen. Und für jede gibt es den passenden Drink - wenn man weiß, worauf man achten muss.

Take me to Jerez! Oder: Wie man Sherry in Cocktails einsetzt

Alexander Thürer, 04.08.2025

Einige der größten Cocktail-Klassiker wären ohne einen Schuss Sherry nicht denkbar und auch heute hat der aromatische Spanier seinen festen Platz in der Mixologie. Aber in welchen Drinks funktioniert welcher Sherry am besten?

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Fragt man Cocktailfans nach dem bekanntesten Sherry-Cocktail, fällt ziemlich sicher der Name »Sherry Cobbler«. Dessen Ursprung ist zwar weitestgehend ungeklärt, aber seine Wurzeln sind sehr wahrscheinlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu suchen. Auch soll der Drink, den Harry Johnson 1882 in seinem »Bartenders Manual« einst als »erfrischendes Getränk für Jung und Alt« bezeichnete, der Grund für die Erfindung des Wachsstrohhalms gewesen sein. Immerhin lässt er sich damit – an seiner üppigen Deko aus Minzzweigen, Beeren und den großen Mengen an zerstoßenem Eis vorbei – erheblich besser genießen. Was den Klassiker aber bis heute so besonders macht, ist seine Rezeptur, in der oftmals Oloroso- und PX Sherry, Maraschino, Ananas- und Orangensaft sowie etwas Zuckersirup eine fruchtig-erfrischende Kombination eingehen. Harry Johnson war aber nicht der Erste, der Gefallen an diesem Drink gefunden hat. Schon zwanzig Jahre zuvor erwähnte Jerry Thomas in seinem »The Bartender’s Guide« nicht nur den »Sherry Cobbler«, sondern insgesamt 27 Drinks, in denen Sherry Teil der Rezeptur war. Das kann man durchaus als frühen Beleg für seine Mixability ansehen und auch heute kann Sherry viele Drinks aromatisch in ganz neue Sphären führen.

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