Die Familie Neipperg soll den Lemberger am Beginn des  19. Jahrhunderts nach Württemberg gebracht haben.

Tiefgründig mit Pepp: Best of Lemberger

Ulrich Sautter, Rainer Schäfer, 15.03.2023

Falstaff präsentiert 30 Lemberger, die Deutschlands Rotwein-Kosmos mächtig durcheinanderwirbeln.

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Früher Austrieb und daher von Spätfrösten bedroht, anfällig für Verrieselung und Stiellähme – Mostgewichte niedriger und Säurewerte höher als beim Spätburgunder, in tiefen Böden Erträge bis zu 200 Hektoliter pro Hektar: Die weinbaulichen Merkmale des Lemberges lesen sich nicht gerade wie das Menü in einem Drei-Sterne-Restaurant. Und doch gehört der Lemberger zu den begabtesten Rotweinsorten Europas, im Burgenland in Österreich bringt er schon seit langem unter dem Namen »Blaufränkisch« wuchtige Spitzenweine hervor. In Ungarn heißt die Traube »Kékfrankos« – beide Bezeichnungen spielen darauf an, dass man die Traube früher für ein Mitglied der »fränkischen« Sortenfamilie hielt. Inzwischen haben Genanalysen jedoch herausgefunden, dass der Blaufränkisch/Lemberger von den Eltern Blaue Zimmettraube und Weißer Heunisch abstammt. Die Ursprungsregion wird im heutigen Slowenien verortet.

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