Der »Pisco Punch« ist ein echter Goldgräber-Cocktail. Er soll gescheiterte Glücksritter nicht nur Dank seiner alkoholischen Kraft wieder aufgerichtet haben.

Von Glücksrittern, Engelsflügeln und Kokain im Shaker: Die Geschichte des »Pisco Punch«

Alexander Thürer, 16.07.2025

Der »Pisco Punch« klingt nach Party und Sommer. Doch hinter dem Namen verbirgt sich ein Getränk mit einer überaus wilden Geschichte, die von Goldrausch, Saloons, illegalen Substanzen und einer verlorenen Rezeptur erzählt.

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Im Zentrum des »Pisco Punch« steht zunächst einmal sein namensgebender Brand: Pisco, ein klarer Traubenschnaps, der seit dem 16. Jahrhundert in Peru (und später auch in Chile) gebrannt wird. Spanische Kolonisten brachten einst Weinreben nach Südamerika – und was sich nicht gut verkaufte, wurde eben destilliert. Der so entstandene Pisco war kräftig, aromatisch und damit durchaus mixbar. Später, während des kalifornischen Goldrauschs (ab 1849), florierte der amerikanische Handel mit Peru und der Hafen von San Francisco wurde ein wichtiger Umschlagplatz. Zudem kamen hier zahlreiche Glücksritter aus Südamerika an, die der Goldrausch und der Gier nach schnellem Geld angelockt hatten. Mit im Gepäck hatten sie ihren geliebten Pisco.

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