Wiens derzeit gewagteste Neueröffnung: Bachls Kritik des »Ossa«

Alexander Bachl, 11.05.2026

Mit dem »Ossa« hat in Wien-Währing ein intimes Menü-Restaurant eröffnet, das mit feinsinniger Küche, hochkonzentrierten Aromen und einem ungewöhnlich mutigen Konzept aufhorchen lässt.

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Als Frequenz-Lage würde man diese ruhige Ecke in Wien-Währing wohl nicht bezeichnen. Entsprechend lang die Liste der Vorgänger: »Feles«, »Immervoll«, »Herbeck Wein & Bier« oder »Das Faber«. Ein Konzept wie das aktuelle gab’s noch nicht. Der Peruaner Miguel Ángel Giraldo, vormals Koch bei der Mochi Gruppe, machte sich mit einer eigenwilligen Idee selbstständig. Das puristisch designte Lokal mit alten Bogenfenstern und witzigen Deckenfresken bietet nur ein Sechsgang-Menü zu 145 Euro. Je zwei Grundzutaten und die Zubereitungsart erfährt man auf der Karte, der Rest wird vom Kellner und offensichtlich kurzfristig angelernten jungen Damen im Service vorgetragen, denen auch mal ein fröhliches »Mahlzeit!« rausrutscht.

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