Die Brotzeit in Sebastian Röschs «Lindenhofkeller»: ein perfektes Beispiel für die feinbürgerliche Küche. Etwas Vertrautes, das exzellent umgesetzt wird und auf diese Weise verblüfft.

Wieso die feinbürgerliche Küche boomt

Dominik Vombach, 30.06.2025

Seit einigen Jahren erlebt Zürichs Gastronomieszene eine Rückbesinnung: Spitzenköche setzen auf feinbürgerliche Küche statt Überinszenierung. Ihre Philosophie: Vertraute Gerichte mit handwerklicher Perfektion neu interpretieren – und damit dem Bedürfnis nach Authentizität begegnen.

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Alles ist in Bewegung und nichts bleibt stehen. So lässt sich die zentrale Lehre des griechischen Philosophen Heraklit sinngemäss wiedergeben. Greifbarer als in den letzten Jahren war sie für viele von uns lange nicht mehr. Covid-Pandemie, Kriege, Klimakrise, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbrüche. All das hat das Gefühl verstärkt, dass alte Sicherheiten verloren gehen und eine neue Ära begonnen hat. Eine Ära der Unsicherheit, wie wir sie nach dem Ende des Kalten Krieges in unseren Breiten nicht mehr kannten. «Unsicherheit verlangt nach Sicherheit», bringt der bekannte Fernsehkoch Erik Hämmerli den Kern einer kulinarischen Bewegung auf den Punkt, die sich seit geraumer Zeit beobachten lässt – insbesondere in Zürich.

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