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Traditionelles Essen in Europas nördlichen Ländern ist durchaus deftig. Die übliche nordische Küche wird daher auch nicht unbedingt als sonderlich gesund angesehen. Doch weil vor etwa vier Jahrzehnten noch, insbesondere in Finnland, die frühzeitige Sterberate vor allem aufgrund koronarer Herzkrankheit (KHK) sehr hoch war, wurde in umfassende Gesundheitsaufklärungsprogramme investiert. Ein Teil davon bezog sich auf Ernährungsumstellungen. So wurde anfänglich die mediterrane Ernährung beworben, die grundsätzlich im Norden ebenso ihre Vorteile brachte wie sie das im Süden tut: Bei Menschen, die sich daran halten, sinkt das Gesamt- und LDL-Cholesterin um bis zu 20 Prozent, sowie etwaiger Bluthochdruck. Großes Manko war jedoch: Die lokale Bevölkerung akzeptierte die mediterrane Diät nicht in dem Ausmaß, wie man sich das erwartete. Zu schwierig schien die Umstellung gewohnter Ernährungsgewohnheiten, zu groß waren die Unterschiede bei den Geschmacksvorlieben und in kultureller Hinsicht. Zu all dem kam noch die begrenzte Verfügbarkeit der für die mediterrane Kost relevanten Lebensmittel.
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