Zwischen acht und zehn Jahren benötigt eine Agave im Schnitt bis zur Erntereife. Das ist einzigartig in der Welt der Spirituosen.

Agavenbrand Trophy 2025: Mitten ins Herz!

Alexander Thürer, 11.11.2025

Auch wenn sie Brüder im Geiste sind, unterscheidet Tequila und Mezcal fast mehr, als sie verbindet. Eines haben sie aber zweifelsfrei gemeinsam: Sie rücken immer stärker in den Fokus der Genießer. Aber wie trinkt man sie denn nun eigentlich am besten?

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Früher war die Sache klar: Einen Tequila trinkt man mit Salz, Zitrone und als eisgekühlten Shot. Dieses Ritual brachte Generationen von Partygängern zuverlässig durch die Nacht und am nächsten Morgen ebenso verlässlich in die Nähe des Alka Seltzer-Vorrats. Nun hat das, wenig überraschend, mit echtem Genuss wenig zu tun und bei einem hochwertigen Agavenbrand, wie man ihn heute glücklicherweise zuhauf findet, sollte man von solcherlei Spielereien erst recht die Finger lassen. Wer sich dieser temperamentvollen Spirituose stattdessen ernsthaft annähern möchte, sollte sich deren Eigenheiten und zugleich deren Potenzial bewusst sein. Sowohl Tequila als auch Mezcal eignen sich formidabel zum Purgenuss und vor allem die Tequilas sind dank ihrer verschiedenen Reifestufen von Reposado über Añejo bis Extra Añejo auch für Fans gereifter Liquids bestens geeignet. Während man einen Blanco durchaus auf Eis trinken kann, da dieses ihm die manchmal vorhandene Schärfe nimmt, empfiehlt sich für gelagerte Qualitäten der Genuss bei Zimmertemperatur aus einem bauchigen Nosing-Glas oder Cognacschwenker. So können sich die komplexen Aromen am besten entfalten und je nachdem, wo man am Glas riecht, kommen unterschiedliche Aromen stärker hervor. Doch auch im Mixing spielt der Tequila seine Stärken aus und hier schlägt meist die Stunde der Blancos und Reposados, die sich durch ihre eher kräftigeren Aromen auch gegen andere Ingredienzien behaupten können.

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