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Langsam kriecht die Sonne über die Berggipfel. Es ist früher Morgen, für Barbara und Herbert Rüf jedoch ist der Tag längst nicht mehr jung. Zum wiederholten Male klemmt sich der 69-Jährige das grob gewebte Tuch zwischen die Zähne, spannt das andere Ende über eine lange Metallstange und taucht mit ausladenden Armbewegungen in den randvoll gefüllten Kupferkessel, in dem die flockige Käsemasse schwimmt. Draußen vor der Hütte flattern die feuchten Tücher im Wind. Die ersten Laibe des Tages sind bereits gemacht. Um fünf Uhr haben die beiden die Kühe gemolken, die Milch gemeinsam mit jener des Vorabends erhitzt, dickgelegt, zu Bruchgeschnitten und mithilfe der großen Tücher aus dem Kessel geholt.
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