Werbung
Der Libanon ist ein Paradoxon. Nirgendwo sonst liegen Schönheit und Zerfall so nah beieinander. Kein anderer demokratischer Staat ist so zuverlässig und so kolossal immer wieder an sich selbst gescheitert – und doch herrscht dort eine unerschütterliche Lust am Leben, am Essen, Trinken, Feiern und Genießen. Mitten in diesem Widerspruch begann die Geschichte einer der unglaublichsten Restaurantketten der Welt: »Em Sherif«. Ein unternehmerischer Erfolg, den es nach den Gesetzen der Logik eigentlich gar nicht geben dürfte – gewachsen im Chaos, gegen alle Widrigkeiten eines »failed state«. Wenn man so will, ein Symbol jener Lebensfreude, mit der die Libanesen selbst auf Trümmern noch ein Festmahl ausrichten.
Werbung