Giuseppe Verdi gehört bis heute zu den wichtigsten und beliebtesten Opernkomponisten der Welt. Auf seinem Gut in Norditalien war er auch als Feinschmecker und Landwirt höchst produktiv.

Giuseppe Verdi: Zwischen Genuss und grosser Oper

Judith Hecht, 21.02.2022

Giuseppe Verdi litt Zeit seines Lebens darunter, berühmt zu sein. Schon mit 37 zog er sich auf sein Landgut Sant‘Agata zurück. Dort genoss der Komponist u. a. des «Falstaff» die Natur, bodenständiges Essen und seine Freiheit.

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Mit der Premiere von «Nabucco» war für Giuseppe Verdi nichts mehr wie zuvor. Am 9. März 1842 wurde seine Oper an der Mailänder Scala uraufgeführt, und mit einem Schlag war Verdi in ganz Italien ein Star. Vor allem die Arie des Gefangenenchors «Va, pensiero, sull’ali dorate» («Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln») traf den Nerv der Italiener und wurde zur inoffiziellen Nationalhymne aller, die ein vereintes Italien herbeisehnten. Die Freiheit des Landes, das zu diesem Zeitpunkt unter der Herrschaft des österreichischen Kaiserhauses stand, schien auf einmal möglich – und der 28-jährige Komponist wurde zu ihrer Symbolfigur. In den Strassen, den Lokalen und zu Hause – überall sangen und pfiffen die Menschen die Melodie. In den Geschäften fanden sich schwarze Hüte, wie sie Verdi immer trug. Und in den Feinkostläden gab es «Verdi-Pasteten» und «Pasta alla Verdi» zu kaufen.

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