Seit 100 Jahren ist das «Mascotte» eine Instanz in der Zürcher Ausgeh- und Feierkultur. 

Gut aufgelegt: Die Clubszene in Zürich

Yvonne Beck, 18.08.2017

Das Nightlife in Zürich hat es in sich. Denn die Stadt bewegt. Falstaff hat sich eine Nacht um die Ohren geschlagen und das Tanzbein geschwungen.

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Totgesagte leben länger», so könnte das Motto der Zürcher Clubszene lauten. Als vor vier Jahren das «Oxa» in Oerlikon schloss, brach für viele Clubber eine Welt zusammen, und auch die «Toni-Molkerei», die «Dachkantine», das «Rohstofflager» oder das «Areal» sind längst Geschichte und zu Legenden geworden. Aber sie lebt, die Zürcher Clubszene. Locations schiessen beinahe im Minutentakt aus dem Zürcher Nachtboden. Einige verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind, andere bleiben und werden zu Nightlife-Ikonen. Wie etwa das «Mascotte». Dort wird seit 100 Jahren getanzt und das Leben zelebriert. Pro Wochenende feiern über 74.000 Menschen in Zürich. Die Stadt pulsiert also, und Clubs wie das «Hive», der «Supermarket» oder das «Helsinki» geben die Frequenz vor.Wobei: Lange Zeit musste man auch um diese Clubs fürchten, denn die Stadt hatte sich grosse Teile des Landes an der beliebten Ausgehmeile der Geroldstrasse einverleibt und wollte dort ein neues Kongresshaus bauen. Doch die Pläne wurden über den Haufen geworfen. Der «Supermarket»ist länger im Kreis 5 aktiv als alle anderen Nachtbetriebe. Seit 1998 prägt er das Nachtleben an der Limmat. Ihn umgibt der Charme aus Zürcher Underground und internationalen topbesetzten Line-ups. Die ehemals alte Autogarage macht Zürich-West zu einem aufregenden Mini-Universum für elektronische Musik.

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