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Ganz Europa ächzte unter den hohen Temperaturen in diesem Sommer. In der Schweiz stiegen die Werte im landesweiten Mittel sogar zwei Grad über die Norm, was den vergangenen Sommer zum drittwärmsten seit Messbeginn im Jahr 1864 machte. Nur der legendäre Hitzesommer im Jahr 2003 und jener im Jahr 2015 waren noch wärmer. Zudem lag der Regendurchschnitt 37 Prozent unter dem der Jahre 1981 bis 2010, vermeldete Meteo Schweiz. Extreme Bedingungen, auch für ein Weinjahr. «Uns machte der fehlende Regen zu schaffen, und wir mussten unsere Rebberge mit knapp 1,2 Millionen Liter Wasser versorgen», berichtet Winzer Erich Meier vom Zürichsee. Vor allem in den Steillagen und in Rebparzellen mit sehr alten Rebstöcken fehlte aufgrund der geringen Niederschläge das Wasser, erzählt er uns, schliesslich verbrauche ein Rebstock bis zu acht Liter pro Tag. Grundsätzlich ist Meier dieses Jahr aber äusserst positiv gestimmt. Für ihn war diese Ernte besonders wichtig, denn wie viele Winzer in der Schweiz hatte er im letzten Jahr mit immensen Ernteausfällen aufgrund des Spätfrosts zu kämpfen. Meier verlor knapp fünfundachtzig Prozent seiner gesamten Ernte, dieses Jahr sieht es anders aus. «Mit der Menge sind wir sehr zufrieden, und wir durften dieses Jahr perfekte Trauben ernten», erzählt Meier. Vor allem die roten Sorten seien aufgrund der hohen Temperaturen perfekt ausgereift. Die physiologische Reife war in diesem Jahr schon Ende September erreicht, worauf einige kalte Nächte folgten. Dann wurde geerntet, sodass die Zuckerwerte nicht übermässig hoch waren und der Alkoholgehalt angemessen sein wird.
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