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Der Tessiner Spitzenwinzer Christian Zündel liess seine Kinder lange tun und lassen, was sie wollten. Sohn Manuel studierte Maschinenbau an der ETH in Zürich, Tochter Myra widmete sich in Italien ihrer Leidenschaft, den Pferden. «Im Sommer haben wir jeweils auf dem Weingut mitgeholfen», erinnert sich Myra. «Das war gut als Sommerjob.» Sonst war das Weingut Zündel lange Jahre eine «One-Man-Show». Klar, die Familie half mit, auch Mutter Anne De Haas, die gleich oberhalb des Kellers ihr Textilatelier betreibt. Eines Morgens aber hatte Christian Zündel genug. Er sprach die Kinder direkt an, ob sie Interesse am Betrieb hätten oder ob er verkaufen solle. Für die Kinder war das ein Weckruf. «Wir waren im ersten Moment schockiert», sagt Myra Zündel. «Das Weingut hier in Beride, dieses Haus, die Reben, das ist unser Leben, unsere Kindheit.»
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