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Dort, wo die Geleise von Sihltal- und Uetlibergbahn zusammenlaufen, liegt eine der gemütlichsten Quartierbeizen Zürichs, die «Vereinigung». Ab 16 Uhr gibt es eine kleine, aber feine Auswahl an Offenweinen, Trockenfleisch, Wurst und Käse, ab 18 Uhr dann auch warme Gerichte. Die Küche arbeitet unter dem Motto «Brachial saisonal» und ausschliesslich mit nachhaltig produzierter Ware. Das merkt man beim einfachen Blattsalat ebenso wie bei den Vorspeisen mit Innereien, die häufig auf der kleinen, täglich wechselnden Karte stehen. Unser Favorit: die Lammnierli an Sherrysauce. Auch wenn Pizokel zu haben sind, sollte man unbedingt zugreifen. Bei unserem letzten Besuch sind sie mit Bärlauch verfeinert und so wunderbar fluffig, dass sie das ausgezeichnete Geschnetzelte vom Ochsen zum Nebendarsteller degradieren. Vegetariern stehen stets mehrere Optionen offen. Sehr zu empfehlen sind die Sformati, herzhafte Aufläufe auf Basis von Ei, Ricotta und Gemüse, die mit wechselnden Beilagen wie Linsen oder Polenta serviert werden. Der Klassiker unter den Desserts ist der hausgemachte Schokoladenkuchen mit frisch aufgeschlagenem Rahm. Gegen das angenehm dezent gesüsste Mascarpone-Chöpfli mit Zwetschgenkompott kommt aber auch er nicht an. Zum Charme dieses Lokals tragen neben der idyllischen Gartenlaube die überaus herzlichen Damen und Herren im Service bei. Deren Miene verfinstert sich nur, wenn man einen Laptop auf den Tisch stellt. Das ist in der «Vereinigung» so ungern gesehen wie das Rauchen im Flugzeug. Und vermutlich genauso veraltet.
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