Kleinteilige Weingartenparzellen aus Urgesteinsböden aus Gneis und Granit bringen den rassigen Schilcher hervor.

Schicker Schilcher: Ein Rundgang durch die Weststeiermark

Peter Moser, 07.11.2023

Das Weinbaugebiet im Westen der Steiermark ist uralt und knüpft an die Kulturtradition der Illyrer, Kelten und Römer an. Die Weingärten ziehen sich als schmales Band entlang der Ausläufer der Koralpe und des Reinischkogels nach Süden bis zur slowenischen Grenze. Die Spezialität der Region ist der Schilcher, ein rassiger Roséwein aus der hier heimischen Sorte Blauer Wildbacher.

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Die Weststeiermark ist das kleinste Weinbaugebiet der Steiermark. Die Weingartenparzellen sind hier klein und verteilen sich auf einer Fläche von aktuell 667 Hektar – das sind nur rund 80 Hektar mehr, als in Wien bewirtschaftet werden. Auf diesen Weinbergen schaffen die etwa 260 Winzer eine verblüffende Vielfalt an Produkten: geschliffene Weißweine aus zahlreichen Rebsorten ebenso wie den unangefochtenen Hauptdarsteller des Gebiets, den rassigen, säurebetonten Schilcher. Dieser einzigartige Terroir-Roséwein wird aus dem regional vorherrschenden Blauen Wildbacher gekeltert und wurde längst auch international zu einer anerkannten Gebietsspezialität DAC. Die spezielle Topografie der Region bedingt tagsüber starke Erwärmung und schützt vor rauen Winden. Auf dem Weg von Ligist im Norden über St. Stefan ob Stainz bis nach Deutschlandsberg und Eibiswald sind steile Hänge mit malerischen kleinen Kellerstöckeln zu überwinden und tiefe Täler zu durchqueren. Abstecher in Weinorte wie Greisdorf, Gundersdorf, Wildbach oder Wies bringen überraschende Perspektiven, sie bieten Panoramablicke ebenso wie charaktervolle Weine. Ungewöhnlich sind die Böden des Gebietes aus altem Gneis und Glimmerschiefer, in welchen die Reben tief einwurzeln, sowie das illyrische Klima mit südeuropäisch-mediterranen Einflüssen und relativ hohen Niederschlägen. Die Wechselwirkung all dieser Faktoren begünstigt den Schilcher.

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