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Gutes Design erkennt man oft daran, dass man es gar nicht mehr als Design wahrnimmt, so fest ist es in unserem Alltag verankert. Die Schweiz scheint einen guten Riecher dafür zu haben, was formschön, funktional und zugleich unaufdringlich nützlich ist. Man schätzt Design, das zwar speziell ist, aber sich nicht in den Vordergrund drängt. Bestes Beispiel dafür ist der Sparschäler «Rex»: Nach dem Krieg wurde er von Alfred Neweczerzal erfunden und für Zena patentiert, noch heute ist er in fast jedem Haushalt zu finden. Auch die «Eternit Spindel», 1951 von Willy Guhl und Anton Bee entwickelt, hat sich als zeitlos erwiesen. Eigentlich als Pflanzenschale gedacht, wird sie in Schwimmbädern allerdings gerne als überdimensionaler Aschenbecher zweckentfremdet. Und die ikonografische Le-Corbusier-Liege, abgekürzt LC4, hat eine überraschende Karriere nicht nur als Design-Klassiker hingelegt. Das jüngst erschienene Buch «We Don’t Embroider Cushions Here» dokumentiert, wie beliebt die LC4 in der Porno-Industrie ist: In über 800 Filmen und Videos hat sie bereits für Fesselspiele als stylische Unterlage herhalten müssen.
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