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Am Ende konnte sich die Jury in der finalen Blindprobe der besten 23 Weine nicht mehr entscheiden: Zwei Weine hatten exakt denselben Punkteschnitt. Zwei stilistisch durchaus unterschiedliche Weine, in ihrer jeweiligen Art aber beide komplett ausgefeilt und in sich ruhend. Der eine Wein – er trug die Nummer 11 – zeigte viel Muskel, röstiges Holz, aber auch pfeffrige Kalkaromen und einen dichten Extrakt. Die Nummer 16 wirkte ungemein zurückhaltend und diskret, dabei in allen Komponenten ganz akkurat, der Wein hatte eine feine Phenolik und deutliche Salzigkeit. Zwei Facetten dessen, was deutscher Chardonnay sein kann: einmal – wie sich nach dem Aufdecken der Hüllen zeigte – aus der Pfalz und dem Weingut Bergdolt (Nummer 11), einmal aus Franken und dem Weingut Östreicher (Nummer 16). Beide Weine sind keine Burgund-Imitationen – und gerade darum so ungemein burgundisch in der Art, wie sie gedanklich entlang der eigenen Bedingungen von Weinberg und Klima konzipiert sind.
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