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Rebenzüchtung ist ein aufwändiges und ein langwieriges Geschäft: Von der urspünglichen Kreuzung bis zum Eintrag einer Sorte ins Sortenregister dauert es typischerweise 25 oder 30 Jahre. Dass sich überdies auf den vielen Schritten bis zur Praxisreife die Spuren der Abstammung verwischen können, wurde der Wein-Öffentlichkeit vor etwa 20 Jahren bewusst, als sich Genanalysen dem Müller-Thurgau zuwandten: Bei den Untersuchungen dieser beliebten Züchtung aus dem Jahr 1882 fand man heraus, dass die Sorte nicht Riesling und Silvaner zu Eltern hat, wie man jahrezehntelang angenommen hatte, sondern Riesling und die Gutedel-Spielart Madeleine Royale.
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