Das Mischungsverhältnis eines Montgomery ist brachial: Seine ginlastige Seele von 15 Teilen Gin zu 1 Teil Wermut machen ihn zu einer der trockensten Martini-Varianten.

Von wegen vorsichtig: der Montgomery Cocktail

Alexander Thürer, 16.03.2026

Der »Montgomery« gehört zu den puristischsten und zugleich legendärsten Varianten des klassischen Martini. Seine Geschichte ist eng mit der Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts, literarischen Anekdoten und der Kultur eleganter Hotelbars verbunden.

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Viel trockener und puristischer wird es in der Welt der Cocktails nicht mehr, denn der »Montgomery« treibt die Idee eines Dry Martinis wahrlich auf die Spitze. Der Name des Drinks geht auf den britischen Feldmarschall Bernard Montgomery zurück, eine der bekanntesten Militärfiguren des Zweiten Weltkriegs. Montgomery war berühmt für seine vorsichtige und strategische Kriegsführung. Der Legende nach griff er nur dann an, wenn er seinen Gegnern zahlenmäßig deutlich überlegen war – angeblich erst bei einem Verhältnis von etwa 15 zu 1. Genau dieses Verhältnis inspirierte später Barkeeper und Cocktail-Enthusiasten. Die populärste Anekdote über den Drink stammt vom Schriftsteller Ernest Hemingway. Hemingway war ein großer Liebhaber trockener Martinis und soll die extrem ginlastige Mischung nach Montgomery benannt haben. Seine Idee: Ein Martini sollte ebenso »überlegen« sein wie Montgomerys Armee – also 15 Teile Gin zu nur 1 Teil trockenem Wermut. Dadurch entsteht ein Drink, der deutlich stärker und trockener ist als ein klassischer Martini, der meist im Verhältnis 5:1 oder 6:1 gemixt wird.

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