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Der Jahreswechsel ist zu einem Ritual des Mangels geworden. Weniger Zucker. Weniger Wein. Weniger Brot, weniger Fett – weniger Genuss. Als müssten wir uns erst entziehen, um uns später wieder erlauben zu dürfen. Verzicht wird dabei gern als Disziplin verkauft, manchmal sogar als moralische Leistung. Wer es schafft, einen Monat trocken zu bleiben oder sich strikt an Regeln zu halten, gilt als konsequent. Wer scheitert, ist schwach.
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