150.000 Rezensionen verraten: Das sind die sehenswertesten Naturwunder der Welt
Die Welt ist voll spektakulärer Orte, die nur darauf warten, besucht zu werden: vom weithin bekannten Grand Canyon bis hin zum unbekannteren »flüssigen Regenbogen«. Jetzt verrät ein Ranking, welche zu den sehenswertesten Naturwundern der Welt gehören.
Der Berliner Online-Reiseexperte Tourlane hat einige Mühen auf sich genommen, um herauszufinden, wo sich die sehenswertesten Naturwunder der Welt befinden - und was sie so besonders macht. Für seinen Naturwunder-Index wertete das Unternehmen 150.000 Online-Reviews für 30 der bekanntesten Sehenswürdigkeiten dieser Art aus. Das Ergebnis verrät, welche Sights sich am besten für die Bucketlist von Naturfans eignen.
Platz 5: Gletscherlagune Jökulsárlón, Island
In den 1930ern begann der der Breiðamerkurjökull, ein Ausläufer des größten Gletschers Europas, sich zurückzuziehen. Dadurch entstand die Gletscherlagune Jökulsárlón. Sie liegt im Südosten Islands, direkt am Vatnajökull-Nationalpark. Zu ihren Besonderheiten zählt nicht nur ihre Optik, sondern auch ihre Tiefe: 250 Meter geht es unter der Meeresoberfläche hinab; damit ist sie die tiefste Lagune Islands. Die auf ihr schwimmenden Eisberge können türkisblau, weiß oder sogar schwarz sein - je nach Luftgehalt und vulkanischer Aktivitäten. Traurigerweise wächst sie in ihrer Ausdehnung aufgrund der Erderwärmung stetig. Einer breiten Masse wurde die Lagune übrigens als Drehort für James Bond-Filme bekannt. 89 Prozent der ausgewerteten Rezensionen sind 5-Sterne-Reviews.
Platz 4: Grand Canyon, Arizona/USA
In der Theorie ist der Grand Canyon im Norden Arizonas ja »nur« ein Loch im Boden. Wer in der Praxis schonmal davor stand, weiß, dass das aber längst nicht alles ist. So überkommt einen tatsächlich jede Menge Demut, blickt man in den Abgrund - geformt von den Elementen der Natur über Millionen von Jahren hinweg. Mit einer Ausdehnung von 1.800 Metern (in die Tiefe) und etwa 450 Kilometer (in der Länge) sowie einer Breite von 6 bis 29 Kilometern ist er allein schon wegen seiner Größe atemberaubend. Geologen haben ihre Freude an über 20 verschiedenen Gesteinsschichten, während 1.500 Pflanzenarten und 500 Tierarten Naturbegeisterte beeindrucken. Kulturell Interessierte wissen, dass der Grand Canyon für einige indigene Völker heiliges Gebiet ist, etwa für die Havasupai, Hopi, Hualapai und Navajo. Im Index der sehenswertesten Naturwunder der Welt gab es 89 Prozent 5-Sterne-Bewertungen für Arizonas Wahrzeichen.
Platz 3: Salar de Uyuni, Bolivien
Surreal und fast außerirdisch wirkend - so präsentiert sich die größte Salzpfanne der Welt. Gelegen auf fast 3.600 Meter Höhe ist das Naturphänomen Südamerikas über 10.500 Quadratkilometer groß. Und damit größer als ganz Zypern! Zwischen Mai und Oktober herrscht Trockenzeit, dann bestaunt man die endlose weiße Salzfläche in all ihrer Pracht. Zwischen Januar und März herrscht Regenzeit. Wenn eine dünne Wasserschicht die Salzpfannen bedeckt, entsteht ein riesiger Spiegeleffekt - Instagold! Rund um die Salar de Uyuni gibt es einige Besonderheiten. So findet sich mit der Isla Incahuasi mitten im Salzmeer eine Insel voll Riesen-Kakteen. Bei Uyuni gibt es mit einer verrosteten Dampflok aus dem 19. Jahrhundert einen besonders skurrilen Fotospot. Und auch der Sternenhimmel ist eine Empfehlung wert: Weil es kaum Lichtverschmutzung sieht, kann man hier die Milchstraße so gut erkennen, wie sonst kaum irgendwo.
Platz 2: Caño de Cristales, Kolumbien
Platz 2 auf der Liste der sehenswertesten Naturwunder der Welt geht an ein in unseren Breitengraden eher noch unbekanntes Phänomen: den »Fünf-Farben-Fluss« in Kolumbien. Dabei ist es ziemlich faszinierend. Zwischen Juli und November leuchtet das Wasser nämlich in unterschiedlichen Farben. Schuld am »flüssigen Regenbogen« ist eine seltene Wasserpflanze. Sie trägt den Namen Makrophyte Macarenia clavigera und wächst ausschließlich in dieser Region. Ihre Farbe verändert sich je nach Wasserstand, Lichteinfall, und Temperatur. Wer der Schauspiel bewundern möchte findet es im Nationalpark Serranía de la Macarena in Zentralkolumbien, erreichbar über den Flughafen in La Macarena. Nicht nur der Fluss, sondern auch mehr als 400 Vogelarten, Affen und Schildkröten machen einen Ausflug lohnenswert. Der Tourismus ist übrigens streng reguliert, zum Schutz des empfindlichen Ökosystems.
Platz 1: Felsenklöster von Meteora, Griechenland
Die Rezensenten sind sich einig: 91,3 Prozent vergaben für die Felsenklöster von Meteora eine Fünf-Sterne-Bewertung über alle großen Bewertungsplattformen hinweg. Klöster, die als die sehenswertesten Naturwunder zählen - wie geht das? Tatsächlich entstanden die Felsformationen bereits vor 60 Millionen Jahren. Erst ab dem 11. Jahrhundert begannen Einsiedlermönche, die Höhlen als Behausungen zu verwenden, 300 Jahre später begann man mit dem systematischen Bau von Klöstern auf den Felsspitzen. Schon der Name gibt einen Hinweis auf die Besonderheit: »Meteora« (μετέωρα) bedeutet »in der Luft schwebend«. Von den ursprünglich 24 Klöstern sind heute noch 6 bewohnt. Man kann sie besuchen. Im Ágia Triáda (Heilige Dreifaltigkeit) Kloster kommt uns ein alter Bekannter entgegen: auch das diente als Drehort für einen James Bond-Film. Die Klöster von Meteora sind Teil des UNESCO-Welterbes.